Stuttgart/Wolfsburg - Porsche und Volkswagen sind zwei deutsche Industrielegenden, ihre Namen und Produkte sind weit über die Grenzen der Bundesrepublik hinaus bekannt. Doch der verbissene Machtkampf zwischen den Eigentümern der beiden Konzerne schadet offenbar ihrem Ansehen.
In einer am Montag veröffentlichten Umfrage der Nürnberger Marktforschung Puls unter 1000 Autokäufern sagten 47 Prozent, der Streit über die künftige Konzernstruktur schade beiden Unternehmen. 22 Prozent erklärten, der Streit würde in erster Linie Porsche schaden, sechs Prozent sehen Belastungen vor allem bei VW. Nur zwölf Prozent geben an, keinem der Unternehmen würden die öffentlichen Auseinandersetzungen schaden.
Die Hauptpersonen des Konflikts genießen wenig Zuneigung bei den Autokäufern. Nur 17 Prozent der Befragten geben an, ihre Sympathie gehöre Porsche-Chef Wendelin Wiedeking. Noch geringer fällt die Quote mit 14 Prozent für Wiedeking-Gegenspieler und VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch aus. Die große Mehrheit von 58 Prozent der Befragten entscheidet sich für: "Meine Sympathie gehört keinem von beiden."
Unterdessen verdichten sich die Hinweise darauf, dass die Ablösung von Porsche-Chef Wendelin Wiedeking unmittelbar bevor steht.
Nach Informationen des SPIEGEL soll Wiedeking durch den bisherigen Produktionschef von Porsche, Michael Macht, ersetzt werden. Ein Abschied Wiedekings noch vor den entscheidenden Aufsichtsratssitzungen an diesem Donnerstag in Stuttgart sei nicht ausgeschlossen, verlautete am Mittwoch aus Konzernkreisen. Das "Handelsblatt" hatte berichtet, die Eigentümerfamilie von Porsche sei sich mit Wiedeking weitgehend über seinen Rückzug einig. Man wolle eine längere Hängepartie vermeiden.
Einschränkend hieß es in dem "Handelsblatt"-Bericht, dass im Umfeld des Porsche-Managements der Darstellung widersprochen werde. Offiziell dementierte der Konzern die Berichte vehement. Wiedeking wolle weiter um seinen Job kämpfen und werde dem Aufsichtsrat am Donnerstag ein Konzept zur Lösung der Finanzkrise beim Stuttgarter Sportwagenhersteller präsentieren.
An diesem Donnerstag kommen die Aufsichtsräte von Porsche und VW zu getrennten Sitzungen zusammen, um wichtige Weichen für die Zukunft der beiden Autobauer zu stellen. Die Eigentümerfamilien Porsche und Piëch haben sich dem Vernehmen nach darauf geeinigt, dass VW Porsche kaufen und als zehnte Marke in den Konzern eingliedern soll.
Wiedeking, der Porsche mit dem Versuch, VW zu übernehmen, sich hoch verschuldet hat, kämpft für die Eigenständigkeit des Sportwagenbauers. Er setzt unter anderem auf das Emirat Katar als neuen Geldgeber und Investor.
beb/dpa/AP
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Da muß ich beipflichten.Allerdings war an den Kisten immer was kaput.Der Kundendienst war auch an der Unverschämtheitsgrenze(Regelmäßiger Turboladerwechsel für ca 3500DM etc.).Als ich mit mitte 30 dann die grauen Haare bekam bin [...] mehr...
Nettes Sammelsurium an Vorurteilen. Schon mal dran gedacht, dass es Leute gibt, die sich einen 911 kaufen, weil es der Inbegriff des Sportwagens ist und einfach Fahren in seiner schönsten Form vermittelt? Es macht einfach [...] mehr...
Och mit Spiesserkarre hat das wenig zu tun, eher mit dem Spiesser im Porsche. Wenn ich mir die Porschefahrer in unseren Landen so ansehe, dann sind es entweder ältliche Herren, die automatische Garagentore haben, um einmal [...] mehr...
Man darf nicht vergessen, dass Suzuki ebenfalls Motorrad-Produzent ist und in Deutschland nach BMW-Motorrad den zweitgrößten Marktanteil besitzt. Ducati-Fahrer Piëch wird wohl auch den deutschen Zweiradmarkt umkrempeln wollen. [...] mehr...
Aaah, die beliebten Totschlagargumente. Penisersatz, dass ich nicht lache. Vielleicht brauchen Sie nur eine Ausrede, um in ihre Spiesserkarre zu steigen. mehr...
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