Wirtschaft



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22.07.2009
 

Abfindungspoker bei Porsche

Wiedeking sollen 250 Millionen Euro winken

Rekordzahlung für "Mr. Porsche"? Einem Zeitungsbericht zufolge wollen die Eigentümer des Sportwagenbauers Konzernchef Wendelin Wiedeking den Abschied mit 250 Millionen Euro versüßen. Im Ringen um die Übernahme durch VW ist der Porsche-Aufsichtsrat bereits zusammengekommen.

Stuttgart - Die Spekulationen um Wendelin Wiedeking reißen nicht ab. Einem Bericht der "Stuttgarter Nachrichten" zufolge kann der Porsche-Chef bei einem Ausscheiden aus dem Unternehmen mit einer astronomischen Abfindungssumme rechnen.

Porsche-Chef Wiedeking: 250 Millionen Euro als "goldener Handschlag"?Zur Großansicht
ddp

Porsche-Chef Wiedeking: 250 Millionen Euro als "goldener Handschlag"?

Nach Informationen der Zeitung gibt es Überlegungen der Familien Piëch und Porsche, Wiedeking bei einem vorzeitigen Ausscheiden einen goldenen Handschlag in Millionenhöhe zu gewähren. Die Rede ist demnach von einer Abfindung in Höhe von 250 Millionen Euro. Das wäre mehr als doppelt so viel wie die zuletzt genannte Summe von 100 Millionen Euro. Wiedekings vertrag läuft noch bis 2012.

Man wolle eine schnelle Trennung von Wiedeking und sei deshalb bereit, viel Geld in die Hand zu nehmen, berichtet das Blatt unter Berufung auf Firmenkreise. Es wäre die mit großem Abstand höchste Abfindung, die in Deutschland jemals an einen Top-Manager gezahlt wurde.

Nachdem der Machtkampf zwischen Porsche und Volkswagen offenbar entschieden ist, soll Wiedeking bei einer Übernahme von Porsche durch VW weichen. Nach Informationen des SPIEGEL soll er durch den bisherigen Produktionschef Michael Macht ersetzt werden.

Die Unternehmen stehen nun vor den entscheidenden Weichenstellungen. Am Donnerstag wollen die Aufsichtsräte zu getrennten Sitzungen in Stuttgart und im nahen Weissach zusammenkommen, um über die Zukunft der beiden Autobauer zu beraten.

Der Porsche-Aufsichtsrat ist allerdings überraschend schon am Mittwochabend zusammengekommen, um über die Zukunft des hochverschuldeten Sportwagenbauers zu beraten. Das bestätigte ein Sprecher des Unternehmens.

Die "Süddeutsche Zeitung" meldet, dass am Abend die Absetzung von Porsche-Vorstandschef Wendelin Wiedeking beschlossen werden sollte. "Die Entscheidung ist gefallen", zitiert das Blatt Aufsichtsratskreise. Der Firmen-Chef habe auch die Unterstützung von Porsche-Mitbesitzer Wolfgang Porsche verloren, schreibt das Blatt. Dieser stand bislang immer zu Wiedeking. Ein Porsche-Sprecher lehnte einen Kommentar zu dem Bericht ab.

Zuvor hatte es nach Angaben von Porsche geheißen, Wiedeking solle bei der Sitzung die Möglichkeit gegeben werden, sein Entschuldungskonzept vor dem Kontrollgremium vorzustellen. Auf der Tagesordnung stünden der Einstieg von Katar sowie eine Kapitalerhöhung mit Hilfe der Eigentümerfamilien. Der Porsche-Chef kämpft vehement gegen einen Verkauf von Porsche an VW.

Nach Informationen des SPIEGEL haben sich die Eigentümer allerdings auf eine Übernahme verständigt. Danach würde VW zunächst knapp die Hälfte und später 100 Prozent des Sportwagengeschäfts übernehmen, Porsche würde als zehnte Marke in den VW-Konzern eingegliedert und eigenständig weitergeführt. Die Porsche Holding soll mit dem Erlös die Schulden tilgen können. Auch Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) ist für diese Lösung. Das Land Niedersachsen als zweitgrößter VW-Aktionär hält rund 20 Prozent und hat durch das VW-Gesetz ein Vetorecht bei allen wichtigen Entscheidungen.

Erwartet wird zwar noch keine abschließende, aber immerhin eine Grundsatzvereinbarung zur Zukunft der beiden Autobauer. Mit hoher Wahrscheinlichkeit dürfte der VW-Aufsichtsrat das Konzept der Familien absegnen, denn auch den einflussreichen Betriebsratschef Bernd Osterloh hatten Piëch und Wulff mit ins Boot geholt. Anders sieht es allerdings bei Porsche aus. Dort steht der VW-Vorschlag nur als Informationspunkt auf der Tagesordnung.

Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück wollte vor der geplanten Aufsichtsratssitzung des Sportwagenbauers am Donnerstagmittag nochmals die Mitarbeiter am Hauptstandort Stuttgart-Zuffenhausen zusammentrommeln und sie über die aktuelle Lage in dem Übernahmekampf informieren. Spekuliert wird, dass auch Aufsichtsratschef Wolfgang Porsche zu den Mitarbeitern sprechen wird.

beb/dpa/AFP/AP

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19.12.2009 von Bezahler: Schön war`s

Da muß ich beipflichten.Allerdings war an den Kisten immer was kaput.Der Kundendienst war auch an der Unverschämtheitsgrenze(Regelmäßiger Turboladerwechsel für ca 3500DM etc.).Als ich mit mitte 30 dann die grauen Haare bekam bin [...] mehr...

19.12.2009 von ardschuna:

Nettes Sammelsurium an Vorurteilen. Schon mal dran gedacht, dass es Leute gibt, die sich einen 911 kaufen, weil es der Inbegriff des Sportwagens ist und einfach Fahren in seiner schönsten Form vermittelt? Es macht einfach [...] mehr...

19.12.2009 von janne2109: VW soll Porsche übernehmen - eine gute Lösung?

Och mit Spiesserkarre hat das wenig zu tun, eher mit dem Spiesser im Porsche. Wenn ich mir die Porschefahrer in unseren Landen so ansehe, dann sind es entweder ältliche Herren, die automatische Garagentore haben, um einmal [...] mehr...

09.12.2009 von PeteLustig: Indirekter Angriff auf BMW

Man darf nicht vergessen, dass Suzuki ebenfalls Motorrad-Produzent ist und in Deutschland nach BMW-Motorrad den zweitgrößten Marktanteil besitzt. Ducati-Fahrer Piëch wird wohl auch den deutschen Zweiradmarkt umkrempeln wollen. [...] mehr...

03.12.2009 von -murof-:

Aaah, die beliebten Totschlagargumente. Penisersatz, dass ich nicht lache. Vielleicht brauchen Sie nur eine Ausrede, um in ihre Spiesserkarre zu steigen. mehr...

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