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22.07.2009
 

Staatshilfen

Goldman Sachs begleicht letzte Schulden bei US-Regierung

Goldman Sachs hat 1,1 Milliarden Dollar an die US-Regierung gezahlt - und sich damit vollständig aus dem Bankenrettungspaket herausgekauft. Nun unterliegt die Großbank nicht mehr den strengen Auflagen des Staates, Manager könnten bald wieder üppige Boni kassieren.

New York - Die US-Großbank Goldman Sachs Chart zeigenhat sich vollständig aus dem Banken-Rettungspaket (TARP) der amerikanischen Regierung herausgekauft. Wie das Institut am Mittwoch mitteilte, erwarb es in einem letzten Schritt vom Staat Aktienoptionen im Wert von 1,1 Milliarden zurück. Diese hatte die Regierung im Gegenzug für eine Kapitalspritze von zehn Milliarden Dollar erhalten.

Goldman-Gebäude in New York: 1,1 Milliarden an Regierung gezahltZur Großansicht
REUTERS

Goldman-Gebäude in New York: 1,1 Milliarden an Regierung gezahlt

Die Summe hatte Goldman bereits im Juni beglichen. Das Wall-Street-Schwergewicht hatte zudem eine Dividende von 318 Millionen Dollar gezahlt. Entprechend zufrieden zeigte sich das US-Finanzministerium.

Die Regierung habe auf ihre zehn Milliarden Dollar, die sie vor neun Monaten in Goldman Sachs gesteckt habe, einen Aufschlag von 1,418 Milliarden Dollar erhalten, sagte ein Vertreter des Ministeriums. Aufs Jahr gerechnet entspreche dies einem Gewinn von knapp über 23 Prozent auf die Investition des Steuerzahlers.

Durch die Entschuldung muss sich Goldman Sachs nun nicht mehr den strengen Auflagen des TARP-Programms unterwerfen, die unter anderem Einschränkungen bei Managergehältern vorsehen.

Die Großbank hatte im zweiten Quartal überraschend einen Milliardengewinn verzeichnet. Sie ist bislang deutlich besser durch die Finanzkrise gekommen als viele Konkurrenten.

Auch neun andere führende Häuser haben bereits Milliardenhilfen erstattet. Um den angemessenen Rückzahlungspreis der zusätzlichen Optionen gibt es zwischen dem US-Finanzministerium und einigen Banken ein Tauziehen. Der Finanzkonzern J.P. Morgan etwa konnte sich mit der Regierung nicht einigen und bringt die Optionen nun über eine Auktion auf den Finanzmarkt.

hut/dpa/Reuters

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