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27.07.2009
 

Finanzkrise

Banken werden bei Kreditvergabe immer geiziger

Bittere Zeiten für Firmen und Verbraucher: Die Summe der Bankdarlehen ist laut Euro-Zentralbank im Juni nur noch um 1,5 Prozent gestiegen - und damit so wenig wie noch nie seit 1992. Besonders knauserig sind private Institute und Landesbanken.

Frankfurt am Main - Trotz massiver Kritik aus Politik und Industrie halten sich Banken bei der Geldvergabe immer stärker zurück: So ist die Kreditvergabe der Finanzhäuser in den 16 Euro-Ländern im Juni so schwach gewachsen wie noch nie, teilte die Europäische Zentralbank (EZB) am Montag mit. Die Summe der an Firmen und private Haushalte vergebenen Darlehen wuchs im Juni nur noch 1,5 Prozent. Das ist das kleinste Plus seit Einführung der Statistik 1992. Im Mai waren es noch 1,8 Prozent.

Europäische Zentralbank in Frankfurt: Rekordtief bei der Kreditvergabe
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AP

Europäische Zentralbank in Frankfurt: Rekordtief bei der Kreditvergabe

Auch das Wachstum der für die Zinspolitik der EZB wichtigen Geldmenge M3 ging zurück. M3 umfasst unter anderem Bargeld, Einlagen auf Girokonten, kurzfristige Geldmarktpapiere sowie Schuldverschreibungen bis zu zwei Jahren Laufzeit. Das Plus lag hier laut EZB im Juni bei nur noch 3,5 Prozent nach 3,7 Prozent im Mai.

Vor allem private Geschäftsbanken und Landesbanken knausern bei der Kreditvergabe, wie eine am Montag veröffentlichte Befragung des Münchener Ifo-Instituts unter rund 1000 Betrieben aus dem verarbeitenden Gewerbe ergab. 46 Prozent der Landesbank-Kunden klagten über eine restriktive Darlehensvergabe. Unter den Betrieben mit einer privaten Geschäftsbank als Hausbank bemängelten 45 Prozent, dass sie kaum noch an flüssiges Geld kämen.

Für Genossenschaftsbanken fiel das Ergebnis besser aus: Nur 33 Prozent ihrer Unternehmenskunden spürten laut der Umfrage eine restriktivere Vergabe. Bei den Sparkassenkunden waren es 41 Prozent.

"Das erklärt zumindest teilweise, warum große Unternehmen zurzeit unter einer besonders hohen Kredithürde leiden", hieß es dazu vom Ifo-Institut. Große Unternehmen arbeiteten mit einem Anteil von 43 Prozent wesentlich häufiger mit privaten Geschäftsbanken zusammen als der Durchschnitt aller Unternehmen (29 Prozent).

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) rechnet allerdings erst im weiteren Verlauf des Jahres mit einer Kreditklemme. "Unsere Warnungen beziehen sich auf die Zeit ab Spätherbst", wird BDI-Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf im "Handelsblatt" zitiert. Auch der Chef der staatlichen KfW, Ulrich Schröder, rechnet erst mit einem späteren Kreditengpass. "Ich mache mir große Sorgen im mittel- und langfristigen Bereich."

yes/Reuters/ddp

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insgesamt 766 Beiträge zum Forum...
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08.12.2009 von BartSimpson:

Dann ist es aber wirklich völlig egal, ob die Deutsche Bank deutsch ist. Wir haben absolut nichts davon. Einverstanden? Wir brauchen eine Möglichkeit, die erfolgte Hortung von Geld wieder rückgängig zu machen. Es geht nicht [...] mehr...

05.12.2009 von seniorita:

Kicher. Und alle, die in "Ketten laufen" und sich damit abfinden hoffen, dass am Ende der Kette der Rettungsanker hängt. Aber auch da irren sich die Leut. www.freiheitswerk.de mehr...

05.12.2009 von Steuerbürger:

Die gerechte Strafe für die Banken wäre es gewesen, sie plete gehen zu lassen. Das kam aus "systemischen" Gründen nicht in Frage. Daher müsste nach den Verantwortlichen Entscheidungsträgern gefahndet werden. Sie [...] mehr...

05.12.2009 von Dr. Sorglos: Uferlos

So ist es. Der wahre "Skandal" liegt daher nicht im monetären Bereich, sondern in der Offenlegung der wahren Machtverhältnisse. Wir leben nicht in einer "repräsentativen Demokratie", sondern in einem modernen [...] mehr...

05.12.2009 von e.schw: Könnte eine "Weltautorität" aus der Klemme helfen?

Sie haben die Triebkräfte und deren Folgen sowie die mangelnde Bereitschaft, diesen Trieben entgegen zu wirken, gut beschrieben. Einem Videotext-Beitrag zufolge hat der Bundespräsident anlässlich seines Besuchs Benedikts XVI. [...] mehr...

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