Washington - Der Abschwung in den USA verlangsamt sich deutlich. Laut US-Handelsministerium schrumpfte das BIP der größte Volkswirtschaft der Welt im zweiten Quartal nur noch um ein Prozent. In den ersten drei Monaten hatte das Minus nach revidierten Zahlen im Vorjahresvergleich noch 6,4 Prozent betragen. US-Präsident Barack Obama hatte in dieser Woche gesagt, dass er für die zweite Jahreshälfte wieder eine positive Wirtschaftsentwicklung erwarte.
Ökonomen hatten für das zweite Quartal im Schnitt allerdings noch ein Minus von um die 1,5 Prozent prognostiziert - und bleiben weiter skeptisch. "Wir sehen ganz bestimmt eine Wende, aber die Erholung wird langsam und quälend werden", sagte der Chefökonom der US-Bank Wells Fargo, John Silvia, der Fachagentur Bloomberg. "Wir werden einfach nicht das Jobwachstum erleben, dass die Politiker versprechen und die Menschen erwarten". Den Verbrauchern sei die Kauflaune vergangen.
Der Rückgang ist der vierte in Folge und damit die längste Abwärtsbewegung seit Einführung der quartalsweisen BIP-Berechnung 1947. Seit 1957 war die US-Wirtschaft nicht mehr so stark geschrumpft wie in dieser Rezession, die offiziell im Dezember 2007 begonnen hatte.
Die US-Arbeitslosenquote war im Juni auf 9,5 Prozent geklettert, der höchste Wert seit 26 Jahren. Die US-Notenbank erwartet, dass sie erst im nächsten Jahr den Scheitelpunkt erreicht, und zwar im zweistelligen Bereich.
mik/dpa/AFP/AP
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