Wirtschaft



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03.08.2009
 

WWF-Studie

Deutsche Importe verschärfen globale Wassernot

Der Wasserverbrauch der Deutschen ist viel höher als bekannt: Laut einer WWF-Studie konsumiert jeder Bürger täglich 25 Badewannen voll Flüssigkeit - sofern man Wasser einrechnet, das zur Herstellung von Produkten benötigt wird.

Frankfurt am Main - Deutschland trägt durch die Einfuhr ausländischer Produkte erheblich zum globalen Wassernotstand bei. Das ergibt eine Studie der Umweltorganisation WWF, die umfassend den "Wasser-Fußabdruck", den Deutschland in der Welt hinterlässt, analysiert.

Wassersammlerin in Nordindien: Gigantischer deutscher Wasserverbrauch
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REUTERS

Wassersammlerin in Nordindien: Gigantischer deutscher Wasserverbrauch

Dieser berücksichtigt nicht nur den täglichen Durchschnittsverbrauch pro Person, sondern addiert die Wassermenge hinzu, die benötigt wird, um Produkte herzustellen. So wird etwa bei der Herstellung von einem Pfund Kaffee durch die Bewässerung der Felder eine hohe Menge Flüssigkeit verbraucht.

Deutschland importiert demnach jährlich Produkte, für deren Herstellung insgesamt rund 160 Milliarden Kubikmeter Wasser nötig seien, teilte die Organisation am Montag in Frankfurt am Main mit. Neben den USA und Japan gehören die Deutschen damit zu den weltweit größten Wasserverschwendern.

Für die Herstellung von Produkten im Ausland, die in Deutschland verbraucht werden, werde damit fast genauso viel Wasser benötigt wie bei der Herstellung von Waren in Deutschland selbst. Umso problematischer daran ist, dass das Wasser den Angaben zufolge hauptsächlich in Trocken- und Dürregebieten wie etwa in Spanien, Türkei, Teilen Brasiliens und afrikanischen Ländern verbraucht wird.

An der Spitze stehe mit fast sechs Milliarden Kubikmetern Brasilien, das vor allem landwirtschaftliche Güter wie Kaffee, die Tierfutterpflanze Soja oder Fleisch nach Deutschland liefere, teilte der WWF mit. Beim Handel mit der Türkei und Spanien fielen knapp zwei Milliarden Kubikmeter an, vor allem für Baumwolle oder Obst.

Wie aus den Zahlen hervorgehe, verbrauche jeder Deutsche pro Tag knapp 5300 Liter Wasser durch den Konsum von Gütern für den eigenen Bedarf. Dies entspreche 25 Badewannenfüllungen. Der direkte täglich Wasserverbraucher falle dagegen mit 124 Litern deutlich geringer aus. Dieser sei in den vergangenen beiden Jahrzehnten sogar um 20 Liter gesunken. Laut "Süddeutscher Zeitung" verbrauchen die Deutschen damit pro Jahr dreimal so viel Wasser wie der Bodensee fassen kann.

ssu/AFP

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insgesamt 18 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
08.08.2009 von wudi: !

Steht auch der Wasserverbrauch von Norwegen auf der Liste? Der ist sicher gigantisch, schliesslich haben wir Ueberfluss. Auch bezahlt man hier den Verbrauch pauschal. Fuer die Kinder gesund. Bevor man Chemiekalien ins Pool [...] mehr...

08.08.2009 von NoMaHu: Deutsche sind an allem schuld

Bei unserer Bereitschaft, sich an allem schuldig zu fühlen, ist die Verbreitung seiner "wissenschaftlichen Ergebnisse über den Wasserverbrauch der Deutschen" für den WWF geradezu verlockend - wenn nicht gar zu [...] mehr...

07.08.2009 von NoMaHu: Ist doch typisch,....

jetzt müssen wir Deutsche uns auch noch wegen unseres Wasserverbrauchs an die Brust schlagen. Da könnten doch die politischen Betroffenheitsexperten einen neuen Gedenktag erschaffen, z.B. an dem wir uns nicht waschen, nichts [...] mehr...

05.08.2009 von wudi: ??????

Wo bleibt Ihre "Qualifikation"? Wasser wird nicht verbraucht. Die Niederschlaege sind sogar Global gesehen durch die Erderwaermung gestiegen. Es kann also mehr Wasser "verbraucht"(Schwachsinn) werden. Egal [...] mehr...

05.08.2009 von ThomasGB: Also, ...

... selten so einen Unfug gelesen. Ein Kilo Rindfleisch enthält vermutlich etwa 800 Gramm Wasser. Wo glauben Sie denn bleibt die Differenz zu Ihren 16.000 ? Haben Sie einmal versucht, sich den Unterschied zwischen Umsatz und [...] mehr...

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