Wirtschaft



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05.08.2009
 

Sparen beim Einkauf

Deutsche zeigen Öko-Müdigkeit

In der Rezession sparen die Deutschen beim Bio-Lebensmitteleinkauf. Sie lassen teurere Produkte häufiger im Ladenregal und bescheren dem Bio-Segment seine erste Krise. Experten rechnen sogar damit, dass die Umsätze weiter sinken.

München - Auf den rasanten Aufstieg folgt der Umsatzeinbruch: Die Verbraucher in Deutschland kaufen in Folge der Wirtschaftskrise erstmals seit Jahren weniger Bio-Lebensmittel. Die Umsätze mit Öko-Produkten in der ersten Jahreshälfte seien um vier Prozent niedriger ausgefallen als im Vorjahr, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" und beruft sich auf Daten des Marktforschungsinstituts GfK.

Gemüsestand: Der Umsatz mit Bio-Produkten sinkt stärker als im übrigen Lebensmittelhandel
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Corbis

Gemüsestand: Der Umsatz mit Bio-Produkten sinkt stärker als im übrigen Lebensmittelhandel

"Die Verbraucher zeigen eine gewisse Öko-Müdigkeit", sagte GfK-Handelsexperte Helmut Hübsch der Zeitung. Es lasse sich derzeit kein konstanter Bio-Konsum erkennen. Auch müsse die Branche wegen der Krise mit einem weiteren Umsatzrückgang rechnen. Die GfK hatte für die Untersuchung dem Bericht zufolge das Kaufverhalten von 30.000 Haushalten analysiert.

Das bislang emporstrebende Öko-Segment im Einzelhandel erlebt demnach seine erste Krise. Mit dem Rückgang um vier Prozent schrumpfte die Öko-Branche stärker als der übrige Lebensmittelhandel. Dieser musste in der ersten Jahreshälfte nach Angaben des Statistischen Bundesamts einen Umsatzschwund von 2,4 Prozent verbuchen.

Für die erfolgsverwöhnte Bio-Branche ist der Rückgang der Erlöse nach Jahren zweistelliger Wachstumsraten ein herber Rückschlag. Noch im vergangenen Jahr wuchs der Bereich Bio-Lebensmittel um ein Zehntel, was jedoch schon eine Verlangsamung gegenüber den Zuwächsen der vergangenen Jahre bedeutete.

Mit einem Gesamtumsatz von knapp sechs Milliarden Euro im vergangenen Jahr haben Öko-Lebensmittel nach Angaben des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) gemessen am Umsatz einen Marktanteil von 3,5 Prozent.

tko/AFP

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