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06.08.2009
 

Quartalsbilanz

Deutsche Telekom steigert Umsatz und Gewinn

Gute Bilanz für die Telekom: Der Technikriese konnte seinen Umsatz im zweiten Quartal deutlich steigern und verbucht nach Steuern eine halbe Milliarde Euro Gewinn. Profitiert hat der Konzern vor allem von seiner Expansion ins Ausland - in Deutschland sanken die Erlöse dagegen.

Bonn - Die Deutsche Telekom hat Umsatz und operatives Ergebnis im zweiten Quartal gesteigert. Wie der Bonner Dax-Konzern am Donnerstag mitteilte, kletterte das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) zwischen April und Ende Juni verglichen zum Vorjahr um 8,4 Prozent auf knapp 5,3 Milliarden Euro.

Telekom-Logo in Bonn: Leicht höherer Gewinn als erwartet
REUTERS

Telekom-Logo in Bonn: Leicht höherer Gewinn als erwartet

Unter dem Strich verbuchte die Deutsche Telekom einen Nettogewinn von 521 Millionen Euro nach einem Überschuss von 394 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Die Erlöse erreichten 16,2 Milliarden Euro nach 15,1 Milliarden Euro vor Jahresfrist. Der Umsatz entsprach den Erwartungen von Analysten, das Ergebnis fiel etwas besser aus.

Telekom-Chef René Obermann lobte das eigene Ergebnis. "Die Zahlen des zweiten Quartals stimmen uns zuversichtlich für das Gesamtjahr", sagte er.

Profitiert hat die Telekom nicht zuletzt von ihrer Expansion im Ausland. Der Konzern hatte im vergangenen Jahr eine Minderheitsbeteiligung an OTE erworben und kann das Unternehmen dank einer Vereinbarung mit Griechenland seit dem 1. Februar voll in die Bilanz mit einbeziehen. Die OTE-Übernahme wirkte sich positiv auf die Ergebnisse im Mobilfunk und Festnetz aus. Im Festnetzgeschäft legten die Auslandsumsätze dank OTE von 575 Millionen im Vorjahr auf 1,3 Milliarden Euro zu.

Auch die T-Mobile USA steigerte seinen Umsatz dank positiver Währungseffekte deutlich - im ersten Halbjahr lagen sie um knapp 16 Prozent höher. Auf Dollar-Basis stagnierten die Umsätze indes. In Osteuropa machten der Telekom dagegen erneut negative Währungseffekte zu schaffen.

Auf dem Heimatmarkt kämpft die Telekom wegen des harten Preiswettbewerbs und regulatorischer Einschnitte weiter mit sinkenden Umsätzen. Im Mobilfunkgeschäft gingen die Erlöse um 2,2 Prozent zurück. Neben niedrigeren Entgelten für Gespräche aus fremden Netzen wurden auch die Gebühren für Auslandsgespräche gesenkt. Auch im Festnetzgeschäft sanken die Umsätze. Im DSL-Geschäft kam die Telekom mit 245.000 neuen Kunden auf einen Neukundenmarktanteil von 59 Prozent.

Gleichzeitig gewann die Telekom im zweiten Quartal 119.000 neue Mobilfunkkunden in Deutschland - wegen der Ausbuchung nicht genutzter Prepaid-Karten sind es deutlich weniger als im Vorjahr. In den USA entschieden sich 325.000 neue Mobilfunkkunden für T-Mobile. Marktführer Verizon Wireless kam auf 1,1 Millionen neue Kunden. Auf dem hart umkämpften britischen Markt verlor Telekom erneut 87.000 Kunden an die Konkurrenz û das sind etwas weniger als zu Jahresbeginn.

Im Großkundensegment T-Systems sank der Umsatz um 3,2 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Der Auftragseingang brach im Vergleich zum Vorjahr trotz zahlreicher Großaufträge unter anderem von MAN um 25,6 Prozent ein.

Die Prognose für 2009 bestätigte Obermann. Demnach erwartet der Konzern ohne Einbeziehung der OTE für 2009 ein bereinigtes Ebitda, das um zwei bis vier Prozent unter dem Vorjahreswert von rund 19,5 Milliarden Euro liegt. OTE soll im laufenden Jahr nach früheren Angaben rund zwei Milliarden Euro zum operativen Ergebnis beisteuern.

ssu/ddp/Reuters

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