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Konjunkturanalyse Deutschland taumelt aus der Krise

6. Teil: Inwiefern unterscheidet sich der deutsche Aufschwung von anderen Ländern?

Jörg Hinze, Konjunkturexperte beim Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut (HWWI)

"In den meisten Ländern wird der Konjunkturverlauf ähnlich sein wie in Deutschland. Denn aus Angst vor einer Inflation werden die Regierungen die massive Kapitalzufuhr der vergangenen Monate bald wieder deutlich zurückfahren. Dadurch wird dem Wachstum aber wieder deutlich Schwung genommen."

Gustav A. Horn, Direktor des Instituts für Konjunkturforschung und Makroökonomie (IMK)

"Anders als in Deutschland bemühen sich andere Länder stärker um den Binnenmarkt. Beispiel USA. Hier betreibt die Regierung seit Monaten eine expansive Geldpolitik, die zum Teil unmittelbar bei den Leuten ankommt. Auf Dauer wird der Binnenkonsum dadurch wieder deutlich gestärkt. In Deutschland droht die private Nachfrage aber spätestens mit der steigenden Zahl der Arbeitslosen einzubrechen. Auch bei den Banken sind die USA weiter als Deutschland. So hat die US-Regierung viel mehr Druck auf die Banken ausgeübt als die deutsche Regierung. In den USA stabilisiert sich der für den Aufschwung wichtige Finanzmarkt also viel schneller als bei uns. Und das hat wiederum eine große Auswirkung auf den Verlauf der Konjunktur."

Christian Dreger, Leiter der Konjunkturabteilung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW)

"Andere Länder erholen sich wesentlich schneller und stärker als Deutschland. In den USA beispielsweise hat sich die Zahl der Arbeitslosen zwar verdoppelt. Aber es sieht danach aus, als würde sich das Land wieder sehr schnell erholen. Daneben entwickeln sich China und Indien zu den Motoren der Weltwirtschaft. Zum einen haben sie einen enormen Nachholbedarf, zum anderen helfen auch die enormen Konjunkturprogramme, wie sie China auferlegt hat. Der mittelosteuropäische Raum dagegen wird vermutlich noch länger in einer schwachen Phase verharren. Die Region ist ein wichtiger Absatzmarkt für Deutschland, so dass sich die Erholung hierzulande verzögert. Die starken Wachstumsraten wie in der Vergangenheit sind jetzt erstmal vorbei."

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insgesamt 825 Beiträge
Galaxia 06.08.2009
Im Artikel heisst es ja "Gefragt waren demnach vor allem Maschinen und Fahrzeuge." Und bei Fahrzeugen konkret ist hier sicherlich dies auf die Umwelt-Abwrackprämie zurückzuführen. Daher man muss relativieren und [...]
Zitat von sysopNeue Anzeichen für eine Erholung der deutschen Wirtschaft: Die Industrie konnte im Juni deutlich zulegen - ihre Auftragseingänge stiegen um 4,5 Prozent, weit stärker als von Volkswirten erwartet. Bei all den Meldungen zur Konjunktur - blicken Sie noch durch?
Im Artikel heisst es ja "Gefragt waren demnach vor allem Maschinen und Fahrzeuge." Und bei Fahrzeugen konkret ist hier sicherlich dies auf die Umwelt-Abwrackprämie zurückzuführen. Daher man muss relativieren und durch diese "Prämie" wurde nur etwas aufgeschoben. Sinn solcher Meldungen ist wohl der Gedanke, das einige meinen man kann etwas schön reden. Die Verpackung macht auch was her, nur ändert das nichts daran wenn der Inhalt faul ist. Deutschland kann nur einen nachhaltigen Aufschwung schaffen, wenn es seine Energietechnologie umstellt.
Bettelmönch 06.08.2009
Nein, aber das zeigt, daß die Konjunktur komplexer ist als viele Expertenmeinungen suggerieren.
Zitat von sysopNeue Anzeichen für eine Erholung der deutschen Wirtschaft: Die Industrie konnte im Juni deutlich zulegen - ihre Auftragseingänge stiegen um 4,5 Prozent, weit stärker als von Volkswirten erwartet. Bei all den Meldungen zur Konjunktur - blicken Sie noch durch?
Nein, aber das zeigt, daß die Konjunktur komplexer ist als viele Expertenmeinungen suggerieren.
BTW 06.08.2009
Drastisch mehr Auftraege ? Ist ja voll krass. "Im Jahresvergleich ... lag das Minus im Juni bei 25,3 Prozent nach minus 29,4 Prozent im Vormonat"
Zitat von sysopNeue Anzeichen für eine Erholung der deutschen Wirtschaft: Die Industrie konnte im Juni deutlich zulegen - ihre Auftragseingänge stiegen um 4,5 Prozent, weit stärker als von Volkswirten erwartet. Bei all den Meldungen zur Konjunktur - blicken Sie noch durch?
Drastisch mehr Auftraege ? Ist ja voll krass. "Im Jahresvergleich ... lag das Minus im Juni bei 25,3 Prozent nach minus 29,4 Prozent im Vormonat"
mbberlin 06.08.2009
Blickt ihr beim Spiegel nocht durch?
Zitat von sysopBei all den Meldungen zur Konjunktur - blicken Sie noch durch?
Blickt ihr beim Spiegel nocht durch?
Wolfghar 06.08.2009
Ich blicke sicher nicht durch, aber ich misstraue auch allen Volkswirten mit Parteibuch und den INSM Gefühlsermittlungsinstituten bei ihrer politischen Stimmungsmache. Was bedeuten 4,5% mehr Aufträge bei einem Einbruch von bis [...]
Zitat von sysopNeue Anzeichen für eine Erholung der deutschen Wirtschaft: Die Industrie konnte im Juni deutlich zulegen - ihre Auftragseingänge stiegen um 4,5 Prozent, weit stärker als von Volkswirten erwartet. Bei all den Meldungen zur Konjunktur - blicken Sie noch durch?
Ich blicke sicher nicht durch, aber ich misstraue auch allen Volkswirten mit Parteibuch und den INSM Gefühlsermittlungsinstituten bei ihrer politischen Stimmungsmache. Was bedeuten 4,5% mehr Aufträge bei einem Einbruch von bis zu 70% teilweise? Ein Aufschwung? Was für eine demagogische Desinformation! Mit Wahrheit und Ehrlichkeit wollen diese Leute sicher nichts zu tun haben. Aber wenn es jetzt wieder neue Aufträge gibt kann man ja endlich die Löhne weiter senken um die Stellen zu halten.
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