Düsseldorf - Die letzten Hindernisse wurden in der Nacht zum Donnerstag aus dem Weg geräumt. Nach zähen Verhandlungen hat sich Magna mit der ehemaligen Opel-Mutter General Motors über eine Übernahme geeinigt. Magna, der russische Partner Sberbank und GM seien auf Managementebene in allen Punkten übereingekommen, sagte Magna-Co-Chef Siegfried Wolf. Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz bestätigte den Bericht. Doch auch der Vertrag zwischen GM und dem anderen Bieter Ripplewood International ist unterschriftsreif.
Vertreter der Politik hatten ursprünglich bereits am vergangenen Freitag mit einem Abschluss der Gespräche zwischen Magna und GM gerechnet.
General Motors hat nun von der Bundesregierung Informationen über mögliche Staatshilfen für Opel im Falle einer Übernahme durch den kanadischen Autozulieferer Magna angefordert. "Wenn diese Informationen erhältlich sind, werden die Optionen für Opel mit dem GM-Board of Directors diskutiert", teilte GM am Donnerstag mit. Magna und der russische Partner Sberbank hätten GM am Morgen die neuen Vertragsentwürfe zukommen lassen, GM werde diese Dokumente in den nächsten Tagen prüfen.
Zuvor hatte sich GM bereits mit dem Finanzinvestor RHJ International geeinigt. Damit wäre nun die Grundlage geschaffen, auf der das GM-Direktorium eine Empfehlung für einen der beiden Interessenten abgeben kann. Eine Empfehlung von GM gilt als eine wichtige Vorentscheidung in dem seit Monaten andauernden Bieterwettbewerb, in dem inzwischen nur noch Magna und RHJ International im Rennen sind.
GM-Verhandlungsführer John Smith hatte noch vor wenigen Tagen betont, dass mit Magna noch etliche Punkte offen seien. Magna will gemeinsam mit der russischen Sberbank bei Opel einsteigen und benötigt 4,5 Milliarden Euro Staatshilfe, während RHJ seine Ansprüche auf staatliche Garantien jüngst auf weniger als drei Milliarden Euro herunterschraubte.
Magna ist der favorisierte Bieter der Bundesregierung und der Opel-Arbeitnehmer, GM hatte jüngst aber RHJ favorisiert. Eine Person, die mit den Verhandlungen vertraut ist, sagte der Nachrichtenagentur Reuters, Magna und Sberbank hätten ihr Angebot für Opel noch einmal überarbeitet. Eine Entscheidung für einen der beiden Bieter könnte das Direktorium von General Motors in der kommenden Woche treffen.
Da jeder Opel-Verkauf von der Opel-Treuhand abgesegnet werden muss, in der Deutsche und Amerikaner das gleiche Stimmrecht haben, besteht ein Zwang zum Konsens in der Investorenfrage. Ursprünglich hatten Regierung und GM gehofft, eine Entscheidung über den Opel-Käufer bis Ende vergangenen Monats zu treffen. Doch beide Seiten konnten sich bisher noch auf keinen gemeinsamen Nenner bei der Investorenauswahl einigen. GM hatte jüngst eine Entscheidung noch vor der Bundestagswahl in Aussicht gestellt.
Die Opel-Verhandlungsgruppe von Bund und Ländern wird Anfang nächster Woche mit Vertretern von GM und Magna über die sich anbahnende Lösung für die Opel-Übernahme sprechen.
mik/dpa-AFX/Dow Jones/Reuters
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gottseidank- ich hatte schon angst,die wollen auch ein paar mrd bezahlen. mehr...
Zuviel Überkapazität, zuviel Staatsintervention. Niemand will Opel, niemand braucht Opel. Trotz Steuergelder wird Opel Pleite gehen ob die Politiker (und Bürger) und Gewerkschaften das mögen oder nicht. Die Wahl ist vorbei, es [...] mehr...
Anders ausgedrückt, sie weigern sich den Arbeitsplatzerhalt von GM und Magna in Rechnung stellen zu lassen. mehr...
... denn sowohl Großbritannien als auch Spanien haben sich jetzt gegen den deutschen Rettungsplan ausgesprochen. Der Zirkus geht jetzt erst richtig los, wenn die Bundesregierung - sprich Merkel - versucht, ihre Vorstellungen und [...] mehr...
Die Politiker sind dafür das die Manager für ihre Fehler mit eigenem Geld haften. Vielleicht sollten die jetzigen Politiker mit eigenem Geld haften wenn Opel die 4,5 Milliarden versenkt hat und anschließend Pleite ist.Manches geht [...] mehr...
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