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30.01.2010
 

Krisengewinnler

Ex-Lehman-Banker bekommen Milliarden-Boni

Der Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers löste die globale Finanzkrise aus. Doch nun bekommen 2500 Mitarbeiter des Pleite-Unternehmens nach SPIEGEL-Informationen milliardenschwere Garantieboni von ihrem neuen Arbeitgeber - ausgerechnet für die Krisenjahre 2008 und 2009.

Hamburg - 2500 Ex-Lehman-Mitarbeiter in Europa haben für die Krisenjahre 2008 und 2009 Garantieboni in Höhe von zwei Milliarden Dollar kassiert. Während die Pleite ihrer Bank die Weltfinanzkrise ausgelöst hat, verdienten sie nach Informationen des SPIEGEL im Schnitt rund 400.000 Dollar - pro Person.

Am 15. September 2008 brach die US-Investmentbank Lehman Brothers zusammen - und brachte damit eine verheerende Kettenreaktion in Gang. Das globale Finanzsystem stand vor dem Kollaps, die Welt erlitt einen Vermögensverlust von mindestens 15 Billionen Dollar.

Die Banker wurden im Oktober 2008 vom japanischen Finanzhaus Nomura übernommen und mit Garantieboni zum Bleiben überredet. Viele Garantien laufen erst im März dieses Jahres aus. Die meist in London ansässigen Investmentbanker sind auch nicht von der Strafsteuer der britischen Regierung in Höhe von 50 Prozent betroffen.

Die Garantieboni würden steuerlich wie Fixgehälter behandelt, heißt es zur Begründung. Christian Meissner, der Ex-Europachef von Lehman und jetzt Europachef von Nomura, klagt zudem beim Konkursverwalter seines alten Arbeitgebers 17,3 Millionen Dollar ein, die ihm in seinen vier Jahren bei der US-Bank zugesichert, aber noch nicht ausgezahlt wurden.

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insgesamt 257 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
09.03.2010 von Ursprung: Bank, Versicherungsvertreter bund Dilletanten

Banken verkaufen ja auch oder verlangen Lebensversicherungen (als Kreditsicherheit). Sie zahlen weniger Spar- oder andere Zinsen als die Nutzer an Kaufkraftentwertung verlieren werden. Der Staat sammelt Zwangsabgaben unter dem [...] mehr...

07.03.2010 von Diomedes: Eine unsinnige Forderung! XI

Gewiss, Verhaftungen sind schon etwas ernster, da diese von den Gerichten nur bei dringendem Verdacht auf schwere Vergehen angeordnet werden; aber auch hier gilt, dass eine Verhaftung kein rechtkräftiges Urteil präjudiziert. Man [...] mehr...

04.03.2010 von k.h.a.: @Sveto: Schon wahr, aber

vor allem das Zusammenwirken von mit den Jahren sich erst eröffenden und - etwa durch die Aufhebung des Trennbankensystems - entwickelnden Möglichkeiten (z.B. Strukturierungen) sowie zunehmende Willfährigkeiten bei Regierung [...] mehr...

03.03.2010 von Sveto: ....

Man muss weiter zurückgehen: Entscheidender Einschnitt ist die Aufhebung der (in diesem Zeitpunkt faktisch bereits stark aufgeweichten) Goldbindung des Dollar am 15. August 1971 und der damit verbundene Übergang zum "fiat [...] mehr...

03.03.2010 von k.h.a.: Falsche Frage. Nicht sie, sondern

die Präsidenten seit 1987 der USA, die ihrem Wählerprekariat unbedingt (eigentlich unbezahlbare) Häuser mitsamt Grundstücken verschaffen wollten und daher Einfluß auf die nicht unabhängige FED nahmen, um die Zinsen nieder zu [...] mehr...

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Chronik der Pleite

September 2008

15. September - der schwarze Montag: Die Investmentbank Lehman Brothers muss Insolvenz anmelden. Der Anfang einer verheerenden, globalen Kettenreaktion. Zu eng ist die Finanzbranche verstrickt, als dass sie eine solche Mega-Pleite aushält. Noch dazu wird an diesem Tag noch der Lehman-Konkurrent Merrill Lynch von der Bank of America aufgekauft. Das Vertrauen der Banker in die eigene Zunft ist erschüttert. Die Börsen weltweit brechen ein.

19. September: Die US-Regierung kündigt ein 700 Milliarden Dollar schweres Rettungspaket für die Finanzbranche an.

25. September: Die größte US-Sparkasse Washington Mutual bricht zusammen, wird von der Großbank aufgefangen.

29. September: Die Krise erreicht endgültig Deutschland. Für den Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate (HRE) muss ein 35 Milliarden Euro schweres Rettungspaket geschnürt werden.

Oktober 2008

November 2008

Dezember 2008

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