Von Axel Bojanowski, Cinthia Briseño und Yasmin El-Sharif
Das Positive vorweg: Das Vulkanwolken-Warnsystem hat funktioniert. Neun Überwachungszentren weltweit prognostizieren die Ausbreitung von Aschewolken nach Vulkanausbrüchen. Ihre Warnung nach der Eruption des Eyjafjallajökull kam rechtzeitig - und sie war berechtigt. Das Risiko von Vulkanasche ist allerdings ungenügend erforscht: Es gab bisher wenig Erkenntnisse darüber, ab welcher Aschebelastung eine Flugroute gesperrt werden muss.
Doch nun hat die britische Civil Aviation Authority (CAA) in Zusammenarbeit mit Flugzeugingenieuren die Wirkung von Asche in Flugzeugtriebwerken erforscht. Demnach sind niedrige Vulkanstaubkonzentrationen ungefährlich. Als neuer Grenzwert sollen 0,002 Gramm pro Kubikmeter Luft gelten; bei höheren Aschewerten dürften demnach Flugzeuge nicht mehr verkehren. Messungen in Deutschland und Großbritannien hatten in den vergangenen Tagen jedoch geringere Aschekonzentrationen ergeben.
Großflächige Untersuchungen indes hatte es nicht gegeben. Auch deshalb scheint es im Lichte des neuen Kenntnisstands kaum geeignet, den Flugsicherungsbehörden Panikmache vorzuwerfen.
Klar ist: Wetterdienste und Atmosphärenforscher waren von der Krise überfordert. Ihre Satellitendaten flossen zwar in die Simulationen ein, die die Ausbreitung der Wolke zeigen. Ansonsten jedoch ließen Meteorologen die Öffentlichkeit im Unklaren - weil sie auf eine Vulkanwolke nicht vorbereitet waren. Die Wetterexperten gaben widersprüchliche Stellungnahmen ab zu den Auswirkungen der Wolke, ihre Einlassungen wirkten oft hilflos.
Eigene Messungen des hierzulande seltenen Naturphänomens veröffentlichten sie nicht oder erst nach Tagen. Es fehlte nicht nur an Expertise, auch geeignete Apparate gab es kaum. Dabei wären Messungen von entscheidender Wichtigkeit gewesen, um die Simulationen der Wolke zu überprüfen. Die meisten Stellungnahmen zum Thema wurden von deutschen Forschungsinstituten erst zum Ende der Vulkankrise veröffentlicht. Bis zuletzt koordinierten die Institute ihre Messungen nicht. Das müsste sich bei einer zweiten Aschewolke ändern.
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[QUOTE=sysop;5396432]Nach dem europaweiten Reise-Chaos dauert die Diskussion über den Umgang mit dem Vulkanausbruch weiterhin an. Inzwischen erscheinen die Entscheidungen zweifelhaft. War die radikale Sperrung des Luftraums [...] mehr...
Auch nich finde, dass man hier nichts auf die leichte Schulter nehmen sollte, schließlich gilt gerade im Flugverkehr "Safety First". Klar, es ist ärgerlich, dass es zum vorrübergehenden Stillstand kommt, auch ich war [...] mehr...
Das heißt, das ich, wie des öfteren wirres und zusamenhangloses Erfahren habe, und mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, daß sich daraus bei, mittlerer Schulbildung und praktischen Bezügen zu seiner Umwelt, eine Gefahr [...] mehr...
Am 25.04. war der Luftraum meines Wissens nach wieder ganz normal nach IFR geöffnet, also kann das auch andere Gründe gehabt haben. Gerade aus Süden muss man schon immer recht früh runter in den unteren Luftraum, also unter [...] mehr...
Das ist das übliche Verhalten: Erst Druck machen um eine Genehmigung zu erzwingen, bis dem Minister das Blut aus den Augen kommt, dann den Piloten die Verantwortung zuschieben, ohne ihnen überhaupt Daten an die Hand zu geben, [...] mehr...
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