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24.08.2010
 

Mammutprozess

Schrottimmobilien-Verkäufer müssen sich verantworten

Angeklagte und Anwälte im Landgericht Frankfurt: Bandenmäßige UrkundenfälschungZur Großansicht
ddp

Angeklagte und Anwälte im Landgericht Frankfurt: Bandenmäßige Urkundenfälschung

Auftakt eines Mammutprozesses: Mit überteuerten Immobilien und falschen Unterlagen soll sich eine Bande von Betrügern überhöhte Darlehen in Millionenhöhe erschwindelt haben - nun müssen sie sich vor Gericht verantworten.

Frankfurt am Main - Es geht um 14 Personen, mehrere Millionen Euro und Hunderte von Betrugsfällen: Vor dem Landgericht Frankfurt müssen sich seit Dienstag in einem Mammutverfahren 14 Angeklagte verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen bandenmäßige Urkundenfälschung und Betrug vor.

Die Beschuldigten sollen zwischen 2003 und 2008 mehr als hundert Häuser verkauft haben. Laut Anklage boten sie auch gleich eine Finanzierung an und erschwindelten bei Banken unter Vorlage falscher Unterlagen überhöhte Darlehen. Dafür sollen sie Kreditanträge von insgesamt 25 Millionen Euro gestellt haben. Rund 14,3 Millionen Euro wurden von verschiedenen Banken an Krediten ausgezahlt.

Wegen der vielen Beteiligten musste der Prozess vom Landgericht Darmstadt in den großen Schwurgerichtssaal des Frankfurter Justizzentrums verlegt werden. Zum Auftakt erschienen die 32 bis 62 Jahre alten Angeklagten mit rund 40 Verteidigern. Die Verlesung der Anklageschrift dauerte mehrere Stunden.

Zwei Notare sitzen mit auf der Anklagebank

Hauptangeklagte ist eine 44 Jahre alte Geschäftsfrau aus dem Raum Hanau, die an 97 der angeklagten Fälle beteiligt gewesen sein soll. Auf Kleinanzeigen hatten sich bei ihr zahlreiche Personen gemeldet, die einen Kleinkredit haben wollten, bei ihrer Bank aber nicht mehr als kreditwürdig galten. Über den Kauf einer angeblich äußerst wertvollen Immobilie solle der Kredit bei der Bank abgesichert werden, wurde den Leuten vorgegaukelt. Erst später stellte sich heraus, dass die Wohnungen - meistens in Ostdeutschland - weit über Wert verkauft wurden.

Auf der Anklagebank sitzen außerdem zwei Betreiber eines Finanzierungsbüros, Immobilienvermittler und zwei Notare, die die Kaufverträge beurkundeten und in den Betrug eingeweiht gewesen sein sollen.

Nicht nur wegen der 14 Angeklagten, auch wegen des veranschlagten Zeitraums kann der Prozess als Mammutverfahren bezeichnet werden. Terminiert wurde er Prozess bis ins kommende Jahr hinein.

yes/dpa

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24.08.2010 von snickerman: Nur die Spitze des Eisbergs!

Das waren nur ein paar besonders gierige Halunken, aber tatsächlich wurden hunderttausende gutgläubiger Anleger von den Banken und scheinbar unabhängigen "Experten" dazu gebracht, in Wohnungen zu investieren, die [...] mehr...

24.08.2010 von Emmi: Falsch

Falsch! Denn da ging es nicht um Millionen, sondern um Milliarden! mehr...

24.08.2010 von olleolaf: Schau an,

Merkel + Co. haben sich zu verantworten? mehr...

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