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26.08.2010
 

Geld aus Gibraltar

Madoff-Opfer dürfen auf wenige Millionen hoffen

Madoff-Prozess: Wenige machten Gewinne auf Kosten der MasseZur Großansicht
AP

Madoff-Prozess: Wenige machten Gewinne auf Kosten der Masse

Rund 60 Milliarden Dollar - der größte Anlagebetrug aller Zeiten. Jetzt versuchen die Opfer des Wallstreet-Betrügers Madoff, möglichst viel von ihrem Geld zurückzuholen. Rund 73 Millionen Dollar liegen auf einem Konto in Gibraltar. Ein US-Richter will es jetzt für die Geschädigten freigeben lassen.

New York - Die Suche nach den verschwundenen Milliarden des Wall-Street-Betrügers Bernard Madoff läuft auf Hochtouren. Immerhin ein kleiner Teil des Geldes liegt auf einem Bankkonto in Gibraltar. Die US-Justiz versucht nun, die 73 Millionen Dollar zurückzuholen, um sie unter den Opfern aufzuteilen.

Der New Yorker Insolvenzrichter Burton Lifland hat seinen Amtskollegen in Gibraltar gebeten, das eingefrorene Geld freizugeben. Es sei im besten Interesse der Geschädigten, die Millionen dem Gericht oder dem Madoff-Treuhänder zu übergeben, schrieb Lifland.

Das Geld hatten mehrere bei Madoff investierte Fonds kurz vor dem Zusammenbruch des Schneeballsystems abgezogen. Treuhänder Irving Picard hatte sich jüngst vor Gericht mit seiner Ansicht durchgesetzt, dass die Summe zurückgegeben werden müsse, weil es sich um gestohlenes Geld handele.

Madoff-Gewinner wollen das Geld nicht rausrücken

Insgesamt hatten die Fonds 180 Millionen Dollar beiseite geschafft. Das ist aber nur ein Bruchteil dessen, was Madoff an Schaden angerichtet hatte. Sein Schneeballsystem war mehr als 60 Milliarden Dollar schwer, als es in den Wirren der Finanzkrise zusammenbrach.

Einige Investoren hatten Gewinne auf Kosten vieler anderer gemacht. Treuhänder Picard versucht derzeit, diese Gelder zurückzuholen, um sie unter allen Opfern aufzuteilen. Er geht dabei auch gegen wohlhabende Privatleute vor. Diese weigern sich, ihr "verdientes" Geld herauszurücken.

Picard hat nach letztem Stand 1,5 Milliarden Dollar eingesammelt. Weiteres Geld will er bei Madoffs Familie, ehemaligen Mitarbeitern und Geschäftspartnern holen. Madoff selbst sitzt im Gefängnis. Ein Gericht hatte ihn im vergangenen Jahr zu 150 Jahren Haft verurteilt. Sein Anlagebetrug war der größte aller Zeiten.

otr/dpa

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insgesamt 2 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
27.08.2010 von johny walker: ,

Eigentlich geht es Ihnen nur darum, festzustellen, dass Madoff und Cornfeld der gleichen Religion angehören. Der Rest ist als textuelle Sättigungsbeilage zu betrachten. Das englische Wort für Schneballsystem ist übrigens [...] mehr...

27.08.2010 von Roßtäuscher: Die Betrügereien mit Investment-Fonds aus den USA haben Tradition

Nur leider verfügen die Raffkes in Deutschland über ein sehr kurzes Gedächtnis, weil ihre Gier sie erblinden ließ. Wer erinnert sich noch an die Ramschpapiere *IOS eines Bernie Cornfeld von Ende der 60er?* Der sogar den [...] mehr...

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