Vaduz - Die Ermittler beschlagnahmten Akten und Datenträger, die insgesamt 18 Stiftungen betreffen, bestätigte der Sprecher der Bank Liechtenstein Global Trust (LGT), Hans-Martin Uehlinger, am Freitag. Die Konten seien gesperrt worden. Die LGT gehört der Familienstiftung von Fürst Hans-Adam. Sie wird von dessen Bruder, Prinz Philipp, geleitet.

Ärger mit seiner Bank: Hans-Adam II
Bislang gebe es keine Anhaltspunkte, dass von den rund 600 Angestellten der Bank jemand in Geldwäsche verwickelt war, teilte die Polizei mit. Gegen einige Mitarbeiter laufen jedoch Voruntersuchungen.
Die Bank verlasse sich nach den gültigen Gesetzen darauf, dass die Treuhänder die Seriosität ihrer Kunden abklären, sagte Uehlinger. Die Sorgfaltspflicht liege bei den Treuhändern, nicht bei der Bank. Treuhänder können in Liechtenstein für ihre Kunden Konten eröffnen, ohne die Bank über deren Identität zu informieren. Die Herausgabe von Akten sei "ein ganz normaler Vorgang", allerdings in der Regel auf Grund einer schriftlichen Anfrage, nicht einer Hausdurchsuchung, sagte Uehlinger.
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