23. Juni 2003, 17:52 Uhr

Tchibo-Familienkrise

Günter Herz wird offenbar ausbezahlt

Die verfeindeten Brüder Günter und Michael Herz, die mit ihren Streitereien den Hamburger Tchibo-Konzern jahrelang in Atem gehalten haben, konnten sich offenbar einigen. Der langjährige Tchibo-Chef Günter soll mit Geld abgefunden werden.

AP

Hamburg - Wie manager-magazin.de berichtet, ist bei Tchibo endlich Ruhe eingekehrt. Die Familie wolle Günter Herz auszahlen, an den technischen Details der Einigung werde noch gearbeitet. Möglicherweise werde bereits am 1. Juli darüber entschieden. Eine überragende Rolle bei der überraschenden Einigung des zerstrittenen Clans soll Mutter Ingeborg Herz gespielt haben.

Günter Herz hält mit Partnern rund 40 Prozent am Tchibo-Konzern, die einen Wert von mehreren Milliarden Euro darstellen. Er war nach Streitigkeiten von seinem Bruder Michael Herz aus der Geschäftsführung gedrängt worden und gehört gegenwärtig nicht dem Tchibo-Aufsichtsrat an.

Die Tchibo-Beteiligung an Beiersdorf will der Konzern weiterhin aufstocken, heißt es in dem Bericht weiter. Geld genug sei vorhanden. Die Familie hatte sich für sechs Milliarden Euro von der Mehrheit an dem Zigarettenkonzern Reemtsma getrennt und das Geld bislang nicht wieder investiert.


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