Von Tom Hillenbrand
Handelsblatt: Zweitjob für die Außenstellen
Hamburg/Düsseldorf - Bloggen ist zurzeit ganz schwer in Mode - nicht einmal das bodenständige "Handelsblatt" kann sich dem Trend entziehen. Noch in dieser Woche wird die Düsseldorfer Wirtschaftszeitung nach Informationen von SPIEGEL ONLINE eine Plattform mit insgesamt 28 Korrespondentenblogs starten. Neben der normalen Berichterstattung sollen die Redakteure regelmäßig über ihre alltäglichen Erlebnisse schreiben, etwa über mailändische Espressokultur oder über die Bedeutung von Visitenkarten in China.
Auf der bereits freigeschalteten Webseite "Handelsblatt global reporting" gelangt der Leser über eine Weltkarte zu den Einträgen der Teilzeitblogger. Ein oder zwei Postings sind in jedem der Tagebücher bereits vorhanden. Dem Blogstil entsprechend kommen die meisten Artikel eher subjektiv-flapsig daher: Indien-Korrespondent Oliver Müller schreibt beispielsweise Bombay in Grund und Boden ("Aus Slumbay wird kein Shanghai"), Reporter Helmut Steuer mokiert sich von Stockholm aus über die derzeitige Sinnkrise der Schweden ("Kein Fisch, kein Saab und kaum noch Schnaps").
Weblog-Overkill: Andere fangen ganz bescheiden mit einem Blog an, das "Handelsblatt" klotzt mit mehr als zwei Dutzend
Dies Ziel hat das "Handelsblatt" zweifelsohne erreicht. Neben Tagebucheinträgen aus Tokio oder New York findet der Leser sogar Blogs aus dem schönen Brüssel: Und zwar gleich drei Stück von drei verschiedenen Korrespondenten.
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