09. September 2005, 18:12 Uhr

Ausgegliederte Karstadt-Filialen

Finanzinvestoren wollen alle Häuser erhalten

Die Beschäftigten von 74 an britische Finanzinvestoren verkauften Karstadt-Filialen können zunächst aufatmen. Das neue Unternehmen Karstadt Kompakt will alle Geschäfte erhalten und ab Mitte nächsten Jahres unter einem neuen Namen expandieren.

Karstadt-Warenhaus: Keine Schließungen, keine Kündigungen
DPA

Karstadt-Warenhaus: Keine Schließungen, keine Kündigungen

Gladbeck - "Wir wollen Mitte nächsten Jahres auf Expansion umschalten", sagte der Geschäftsführer von Karstadt Kompakt, Harald Fölkel, der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung". "Mit einer Zahl von 74 Filialen kann man nicht zufrieden sein. Es gibt noch viele weiße Flecken in Deutschland. Ich denke dabei vor allem an Bayern und Baden-Württemberg", sagte Fölkel.

Karstadt Kompakt mit Sitz in Gladbeck ist ein Tochterunternehmen der britischen Finanzinvestoren Hilco und Dawnay Day Group, die vom angeschlagenen Essener KarstadtQuelle-Konzern die 74 Warenhäuser übernommen hatten. Mitte nächsten Jahres sollen Filialen nach Angaben Fölkels einen Namenszusatz erhalten. "Wir hätten vertraglich die Möglichkeit, den Namen Hertie zu nutzen, werden aber eine völlig neue Marke entwickeln", sagte Fölkel.

"Ich kann unsere Kunden und Beschäftigten beruhigen. Wir wollen keine Filialen schließen und wir werden keine Mitarbeiter entlassen", sagte Fölkel. "Alle Häuser werden weiterbetrieben und modernisiert." Für die Modernisierung der 74 Warenhäuser will Karstadt Kompakt in den nächsten drei Jahren "einen zweistelligen Millionenbetrag in die Hand nehmen". Das Unternehmen schreibe schwarze Zahlen und sei "ganz solide finanziert". "Karstadt Kompakt ist alles andere als ein Sanierungsfall", betonte Fölkel.


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