Berlin/Düsseldorf - "Geschäfts- und kleinere Industriekunden werden in höherem Maße profitieren als andere Kundengruppen", sagte der Vorstandsvorsitzende der E.on Energie AG, Johannes Teyssen, der "Welt". Die durchschnittlichen Leitungsgebühren würden leicht sinken.
E.on-Chef Teyssen: Völlig neu kalkuliert
Die Senkung werde sich aber nur zu einem Drittel auf die Preise der E.on-Kunden auswirken. Im E.on-Konzern würden die erwarteten Mindereinnahmen zudem kaum eine Rolle spielen. Die Investitionen in das Leitungsnetz sollten wie geplant um 300 Millionen Euro aufgestockt werden. E.on versorgt über die Leitungsnetze seiner sieben Regionalgesellschaften rund 9,3 Millionen Kunden mit Strom.
Die Preise, die Stromnetzbetreiber von Energieversorgern ohne eigenes Netz verlangen, stehen schon seit langem in der Kritik. Dem Ökostromanbieter Lichtblick zufolge sind sie bis zu 30 Prozent überhöht. Erst letzte Woche hatte der Bundesgerichtshof die Offenlegungspflicht der Kalkulationen bestätigt.
© SPIEGEL ONLINE 2005
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH