Hamburg - Der Zustand des Schienennetzes hat sich im Vergleich zum Vorjahr nach SPIEGEL-Informationen rapide verschlechtert. Das zumindest behauptet das Netzwerk Privatbahnen, ein Zusammenschluss von privaten Bahngüter-Verkehrsunternehmen. Nach deren Untersuchungen hat sich die Zahl der Langsamfahrstellen deutlich erhöht.
Gleise der Bahn: "Nicht ordnungsgemäße" Instandhaltung
In einem Brief an Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe vom vergangenen Freitag machte der Geschäftsführer vom Netzwerk Privatbahnen, Arthur-Iren Martini, eine "nicht planmäßige" und "nicht ordnungsgemäße" Instandhaltung seitens der Bahn für den verschlechterten Zustand der Gleise verantwortlich. Grund ist nach Ansicht Martinis der Sparkurs des Konzerns im Zuge des geplanten Börsengangs. Der Vorwurf: Wenn die Bahn die Gleise verfallen lässt, muss der Bund für diese "Ersatzinvestition" aufkommen.
Die Bahn wehrt sich vehement gegen Vorwürfe, sie spare zu Lasten der Substanz. Man gebe in jedem Jahr die gleiche Summe, rund 1,2 Milliarden Euro, für die Instandhaltung aus.
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