Brüssel/Berlin - Mit der Richtlinie will Brüssel die Barrieren für Dienstleister in der Gemeinschaft abbauen. Der ursprüngliche Vorschlag der EU-Kommission sah allerdings vor, dass Dienstleister bei Arbeiten im EU-Ausland nur den Regeln ihres Heimatlandes unterworfen sind. Kritiker fürchteten wegen dieses sogenannten Herkunftslandprinzips eine Aushöhlung der Lohn-, Sozial-, Sicherheits- und Umweltstandards durch Billiganbieter aus Osteuropa. In dem Kompromiss, auf den sich heute Konservative und Sozialisten einigten, wurde die Formulierung nun vollständig gestrichen.
EU-Parlament in Brüssel: Zustimmung gilt jetzt als wahrscheinlich
Der SPD-Vorsitzende Matthias Platzeck begrüßte den Kompromiss. Platzeck erklärte in Berlin, die Einigung zwischen den Fraktionen sichere das europäische Sozialmodell bei gleichzeitigem freien europaweitem Marktzugang.
Alle Bestimmungen des Arbeits-, Tarif- und sonstigen Sozialrechts des Bestimmungslandes müssten danach vom Dienstleistungserbringer eingehalten werden. So etwa die Entsenderichtlinie und die Arbeitszeitrichtlinie sowie Bestimmungen im Bereich des Umweltschutzes und des Gesundheitsschutzes.
ase/AP/dpa
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