Berlin - Vor dem Bundestag verteidigte Bundesarbeitsminister Franz Müntefering heute die umstrittenen Rentenpläne der Großen Koalition. Damit wandte sich der SPD-Politiker gegen Kritik auch aus den eigenen Reihen an dem Vorhaben, das gesetzliche Renteneintrittsalter schneller als geplant auf 67 Jahre anzuheben. "Zu den großen Aufgaben gehören Arbeit und Alterssicherung für eine älter werdende Gesellschaft", sagte der Minister in einer von der Linkspartei beantragen Aktuellen Stunde. Es gehe dabei um Stabilität für die sozialen Sicherungssysteme, aber auch um mehr Beschäftigungschancen für die über 50-Jährigen.
Müntefering im Bundestag: Rentenpläne in roter Mappe
Redner von Union und SPD stellten sich hinter die Neuregelung, ebenso im Grundsatz auch die Grünen. Scharfe Kritik kam von der Linkspartei. Die Neuregelung sei in Wahrheit "ein Beschluss, die Renten zu kürzen", sagte Fraktionschef Oskar Lafontaine mit Blick auf fehlende Beschäftigungschancen für Ältere. Längere Lebensarbeitszeiten seien "schlicht schwachsinnig". Die FDP warf der Koalition ein Hin und Her in der Rentenpolitik vor.
kaz/AFP/ddp
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