Hamburg/Stralsund - Vier Helfer, ein Auto, das war die Notmannschaft der Behörden auf Rügen - für die vielen Kadaver, die an schwer zugänglichen Stellen liegen, schlicht zu wenig. Denn es waren mehr tote Schwäne als erwartet. Mehr als 160 haben die Helfer schon weggeschafft.
Kadaverentsorgung auf Rügen: Niemand wird gezwungen
"Die Leute wurden von ihrer aktuellen Arbeit abgezogen und für die dringend benötigte Hilfe eingesetzt." Brunke betonte, dass die Erwerbslosen - die meisten von ihnen Langzeitarbeitslose - freiwillig zugesagt hätten. "Es wurde niemand gezwungen." Der Landkreis Rügen sorgte für die benötigte Schutzbekleidung.
Zuvor war Kritik an den Rügener Behörden laut geworden, weil diese zu spät reagiert hätten und auf die Vogelgrippe nicht ausreichend vorbereitet gewesen seien. Angesichts der seit Monaten bekannten Bedrohung durch die Tierseuche hätte eher gehandelt werden müssen, räumten die Kreisverwaltung und das Landwirtschaftsministerium von Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin ein.
Ob die Arbeitslosengeld-II-Empfänger auch in den kommenden Tagen mithelfen werden, tote Vögel einzusammeln, ist noch offen. "Noch wird geprüft, ob es dafür überhaupt Bedarf gibt", erklärte Brunke. Außerdem müssten die Behörden dann noch mehr Schutzkleidung bereitstellen. Brunke: "Wichtig ist natürlich, dass der höchstmögliche Sicherheitsanspruch erfüllt wird."
Hasnain Kazim
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