Wolfsburg – Das Autogeschäft läuft weltweit nicht besonders gut – eigentlich. Volkswagen ist trotzdem mit einem kräftigen Absatzplus in das Jahr 2007 gestartet. Bis Ende Februar legten die Auslieferungen weltweit um 8,3 Prozent auf 862.000 Stück zu. Der neue Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn kündigte für das Gesamtjahr einen höheren Umsatz und steigende Gewinne an. "Wir sind zuversichtlich, die Auslieferungen an Kunden 2007 leicht steigern zu können", sagte er.
Gut gelaunter VW-Primus Winterkorn: Höher gesteckte Ziele, neue Modelle
Als eine der wichtigsten Aufgaben für das laufende Jahr bezeichnete Winterkorn, "sowohl die Auslastung als auch die Produktivität" der Werke der Marke Volkswagen zu erhöhen. Zudem müsse generell die Wettbewerbsfähigkeit gesteigert werden. Vor allem in China und den USA wolle VW die "gewünschten Positionen zurückerobern". Auf diesen Märkten werde sich der Konzern "noch stärker engagieren". Zum ersten Mal äußerte Winterkorn sich auch genauer zur künftigen Modellpolitik - und kündigte unter anderem Hybrid-Varianten des Golf und des Polo an.
Die bereits am 20. Februar vorgelegten Geschäftszahlen bestätigte VW. Danach erzielte der Konzern 2006 ein operatives Ergebnis von 4,38 Milliarden Euro, nach 2,89 Milliarden im Jahr davor. Allerdings drückten hohe Aufwendungen für die Restrukturierung des Konzerns, insbesondere für den Personalabbau, den Ertrag bereinigt auf 2,0 Milliarden Euro, nach 2,5 Milliarden Euro 2005. Zudem machten sich dabei die Wechselkurse mit rund 500 Millionen Euro negativ bemerkbar. Die Dividende soll nach Vorschlag des Vorstands dennoch um zehn Cent auf 1,25 Euro je Aktie steigen.
Die von Winterkorn vorgelegten Ergebnisse für 2006 wurden noch vom Team um Vorgänger Bernd Pischetsrieder erzielt. Pischetsrieder hatte massiv Stellen abgebaut, um Kosten zu sparen. Winterkorn hatte zum 1. Januar die Führung des Unternehmens übernommen und stand bis dahin an der Spitze der Konzerntochter Audi.
itz/Dow Jones/AP/ddp
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