London - Experten der amerikanischen Energie-Consultingfirma IHS gehen der "Financial Times" zufolge nach umfangreichen Untersuchungen davon aus, dass in den westlichen Wüstengebieten des Landes weitere rund 100 Milliarden Barrel (je 159 Liter) lagern. Sollten die Angaben zutreffen, würde der Irak nach Saudi-Arabien über die zweitgrößten Ölreserven der Welt verfügen und damit den bislang zweitplatzierten Iran überholen.
Ölpipeline im Irak: "Das ist eine goldene Gelegenheit"
Die zahlreichen Terroranschläge machen eine Erschließung der brachliegenden Kapazitäten jedoch derzeit quasi unmöglich. IHS-Experte Robert Mobed sagte der Zeitung: "Die Sicherheitslage ist offenkundig sehr schlecht. Aber die unter der Oberfläche liegenden Möglichkeiten sind einzigartig. Geologisch gesehen liegt es direkt vor einem, das ist eine goldene Gelegenheit." Die IHS-Studie beruht auf Daten, die vor dem Beginn der US-geführten Invasion im Mai 2003 sowie in den Jahren danach erhoben wurden.
Derzeit wird im Irak auf 27 der bereits entdeckten 78 Ölfelder produziert. 25 weitere sind bereits erschlossen, dort steht der Produktionsstart unmittelbar bevor. Nach Berechnungen der irakischen Regierung würden insgesamt 20 bis 25 Milliarden Dollar an ausländischen Investitionen benötigt, um die Produktionskapazitäten der bisher bekannten Felder voll zu nutzen.
ase/dpa
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