08. August 2007, 17:00 Uhr

Arbeitsplätze

Siemens schafft 10.000 neue Jobs - aber nicht in Deutschland

Das Geschäft bei Siemens brummt, der Technologiekonzern will im laufenden Geschäftsjahr 10.000 neue Stellen schaffen. Der Großteil der neuen Jobs wird allerdings im Ausland entstehen, in Deutschland wurden bisher nur 300 Mitarbeiter eingestellt.

München - Weltweit entstünden in den verbleibenden Sparten mehr als 10.000 neue Arbeitsplätze, sagte ein Siemens-Sprecher heute. Seit Beginn des Geschäftsjahres im Oktober bis Ende Juni habe das Unternehmen 8200 zusätzliche Jobs geschaffen, davon rund 300 in Deutschland.

Die Zahlen beziehen sich allerdings nur auf das fortgeführte Geschäft, zu dem Siemens etwa nicht die krisengeschüttelte Sparte Enterprise Communications (SEN) zählt, in der allein in Deutschland bis zum Jahresende 600 Stellen abgebaut werden sollen. Auch die von Jobstreichungen bedrohte Autozulieferersparte VDO gehört nicht mehr dazu. Die Mitarbeiter des Netzausrüsters Nokia Siemens Networks werden inzwischen allein dem finnischen Partner zugerechnet.

Im fortgeführten Geschäft beschäftigte Siemens nach eigenen Angaben zuletzt 445.000 Menschen weltweit, davon 145.000 in Deutschland. Den Jobaufbau vor allem im Ausland begründete der Siemens-Sprecher vor allem mit der guten Konjunktur. "In den meisten unserer Bereiche geht geschäftlich die Post ab. Das Auftragswachstum ist weiterhin hoch, in manchen Sparten produzieren wir bereits an der Kapazitätsgrenze."

sam/Reuters


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