Hamburg - Als erstes hat es den Springer-Verlag getroffen, dann auch andere Häuser: Bis Ende des Jahres sei insgesamt ein Volumen von rund 800.000 Euro zurückgezogen worden, bestätigte Post-Chef Klaus Zumwinkel heute Informationen des SPIEGEL. Betroffen seien aber auch andere Verlage. Dabei gehe es vor allem um Anzeigen der Postbank , aber auch von Post-Töchtern wie DHL.
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Mehrere Zeitungshäuser, darunter auch Springer, haben eine Werbekampagne gestartet, in der Post und Politik gemeinsames Spiel bei der Aufrechterhaltung des Monopols unterstellt wird. In den vergangenen Tagen waren in vielen Blättern großformatige Anzeigen erschienen, in denen die Bundesregierung und die Deutsche Post wegen der Entscheidung zur Einführung von Mindestlöhnen angegriffen worden waren.
Post-Chef Klaus Zumwinkel wollte keinen direkten Zusammenhang mit den Anzeigenstornierungen herstellen, kritisierte das Vorgehen aber: "Das ist in der Wirtschaft sehr unüblich". Es sei "eine Kampagne des Springer-Konzerns", der die Post und auch ihren Vorstandschef persönlich angreife.
Bei Springer sieht man das anders, reagiert aber erst mal gelassen: "Es ist schon erstaunlich, wie offensichtlich unsouverän ein international agierender Großkonzern und Noch-Monopolist auf das unternehmerische Investment eines potentiellen Wettbewerbers reagiert", heißt es bei Springer.
sam/dpa
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