08. Dezember 2007, 13:36 Uhr

Übernahme

"Süddeutsche Zeitung" soll bis Weihnachten verkauft sein

Wer wird Mehrheitseigner der "Süddeutschen Zeitung"? Nach Informationen des SPIEGEL sind die Verkaufsgespräche schon fortgeschritten - so weit, dass bis Weihnachten ein Käufer feststehen soll.

Hamburg - Die Verhandlungen über den Verkauf von 62,5 Prozent des Süddeutschen Verlags, zu dem auch die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) gehört, sind auf der Zielgeraden. Nach Informationen des SPIEGEL sollen die Gespräche der verkaufswilligen Altgesellschafter mit den potentiellen Investoren noch vor Weihnachten abgeschlossen sein.

Seit etwa vier Wochen führt die Investmentbank Credit Suisse intensive Verhandlungen mit den letzten vier Kandidaten, von denen einer bis zum Jahreswechsel den Zuschlag erhalten soll. Bei dem Quartett soll es sich um zwei Verlage, einen Finanzinvestor und ein Konsortium handeln.

Der Preis für den Süddeutschen Verlag soll bei rund 700 Millionen Euro liegen. Zudem fordern die Altgesellschafter Investitionszusagen in Höhe von weiteren 150 Millionen Euro, unter anderem für den Ausbau von Online-Aktivitäten.

Der Süddeutsche Verlag gehört insgesamt sechs Gesellschaftern. Die Familien von Seidlein, Goldschagg und Friedmann halten je 18,75 Prozent, die Familie Dürrmeier 8,33 und die Familie Schwingenstein 16,67 Prozent. Als sechster Gesellschafter eingetreten ist 2003 die Südwestdeutsche Medien Holding (SWMH) mit 18,75 Prozent. Goldschagg, Schwingenstein, Dürrmeier und Seidlein wollen ihre Anteile von insgesamt 62,5 Prozent veräußern.


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