Berlin - Die Arbeitsmarktprogramme der Großen Koalition stoßen in der Praxis auf wenig Resonanz. Das zeigen nach Informationen des SPIEGEL jüngste Daten der Nürnberger Bundesagentur für Arbeit. Bei mehreren Angeboten gibt es extrem wenig Teilnehmer.
Die Antragstellung hat sich der Bundesregierung zufolge deshalb verzögert, weil "in mehreren Bundesländern erst im Verlauf der Monate Februar/März" über die erforderliche Mitfinanzierung durch das Land entschieden worden sei. In anderen Ländern stünden die Beschlüsse darüber sogar noch aus, sodass "über eine Vielzahl der vorliegenden Anträge derzeit noch nicht entschieden werden" könne.
Im vergangenen Jahr hatte die Große Koalition eine ganze Reihe von Arbeitsmarktprojekten und Lohnkostenzuschüssen ausgearbeitet, um die verfestigte Langzeitarbeitslosigkeit zu bekämpfen. Denn trotz guter Konjunktur liegt die Zahl der Arbeitslosen noch immer deutlich über drei Millionen. Zwei Drittel dieser Personen sind Hartz-IV-Empfänger.
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