Wiesbaden - Die Notenbank ist beunruhigt: Als "alarmierend" bezeichnete EZB-Ratsmitglied Klaus Liebscher die starke Teuerung in der Euro-Zone. Die Inflation erweist sich laut Liebscher viel hartnäckiger als vermutet.
Kühlregal im Supermarkt: EZB warnt vor Lohn-Preis-Spirale
Durchschnittlich verdient ein Bundesbürger laut Statistischem Bundesamt im Monat 3064 Euro brutto. Am meisten stiegen die Gehälter im vergangenen Jahr im Kredit- und Versicherungsgewerbe - ganze 3,4 Prozent mehr Geld verdienten die Menschen in der Branche. Am schlechtesten kamen die Kumpel weg: Im Bergbau stiegen die Gehälter nur um 1,2 Prozent.
Im Jahr 2007 wurden im produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich durchschnittlich 40.368 Euro brutto gezahlt. Im Kredit- und Versicherungsgewerbe wurde mit 56.218 Euro der höchste, im Gastgewerbe mit 23.444 Euro der niedrigste Verdienst gezahlt.
Auch Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld und Leistungsprämien erhielten die Arbeitnehmer: durchschnittlich 4185 Euro, gab das Bundesamt bekannt. Das sind 10,4 Prozent des Bruttojahresverdienstes. Die Ergebnisse der Behörde stammen nach eigenen Angaben aus einer neuen vierteljährlichen Verdiensterhebung.
EZB-Ratsmitglied Liebscher warnte vor einer Lohn-Preis-Spirale. "Es ist viel besser, vorzubeugen, als hinterher zu heilen", sagte Liebscher.
cvk/Reuters/ddp
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