24. Juli 2008, 11:00 Uhr

Gesundheitsfonds

Regierung rechnet mit 15,5 Prozent Kassenbeitrag

Der Gesundheitsfonds kommt - und die Deutschen müssen mehr bezahlen. Nach einem Zeitungsbericht rechnet die Bundesregierung mit einem deutlich höheren Beitragssatz für die gesetzliche Krankenkasse.

Hamburg - Seit Monaten wird über Beiträge spekuliert - jetzt hat die Regierung erstmals eine Prognose abgegeben: 15,5 Prozent des Gehalts müssen die Deutschen künftig für die Krankenkasse bezahlen, schreibt die "Bild"-Zeitung. Der Betrag sei realistisch, heiße es in einer Regierungsanalyse, die dem Blatt vorliege.

Bislang hatte die Regierung immer bestritten, dass die Kassenbeiträge mit dem Gesundheitsfonds steigen werden. Als Grund für den höheren Beitrag werden jetzt unter anderem die steigenden Ausgaben für Arzneimittel, die Klinken und Arzthonorare angegeben. Mit dem höheren Beitrag verfehlt die Koalition allerdings ihr erklärtes Ziel, die Lohnnebenkosten unter 40 Prozent zu halten.

Der Gesundheitsfonds organisiert die Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland ab 2009 neu. Beitrags- und Steuergelder werden dann zentral eingenommen und an die Krankenkassen weitergeleitet. Die bisher unterschiedlichen Beitragssätze der Krankenkassen werden dann durch einen einheitlichen Beitragssatz ersetzt, der vom Bundesgesundheitsministerium festgelegt wird.

cvk/ddp/AFP


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