Hamburg/Washington - In Deutschland erlahmt der Reformeifer - mit Folgen für den Wirtschaftsstandort. Laut einer Studie der Weltbank verliert die Bundesrepublik hinsichtlich ihrer Attraktivität bei Unternehmen und Investoren an Boden.
Hamburger Hafen: Deutschland fällt zurück
Deutschland sackte dabei um ganze fünf Plätze ab und landet nun hinter Ländern wie Georgien (Rang 15) oder Mauritius (Rang 24) auf Platz 25. Das schlechte Abschneiden liegt nach Angaben der Weltbank vor allem daran, dass die Konkurrenten reformeifriger als die Bundesrepublik waren. Besonders bei den Firmengründungen schneidet Deutschland so schlecht ab wie kaum ein anderes Industrieland.
Die ersten drei Plätze nehmen Singapur, Neuseeland und die USA ein, gefolgt von Hongkong, Dänemark, Großbritannien, Irland und Kanada. Die größten Fortschritte bei Wirtschaftsreformen hat nach Angaben der Weltbank Aserbaidschan gemacht. Das Land hat im Vergleich zum Vorjahr 64 Plätze gutgemacht und liegt nun auf Rang 33.
Insgesamt schnitten Länder aus Osteuropa und Zentralasien in der Studie überdurchschnittlich gut ab. Die Regionen zeigten sich demnach besonders reformfreudig.
cvk/AP
© SPIEGEL ONLINE 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH