Düsseldorf - Die WestLB steht vor der Aufteilung in zwei Teilbetriebe: Die Gespräche zur Zusammenbringung des Kapitalmarkt- und Finanzierungsgeschäfts der WestLB mit der Deka-Bank seien "auf gutem Weg", sagte WestLB-Chef Heinz Hilgert dem "Handelsblatt". Es bleibe bei der Absicht, im Dezember ein entsprechendes Schriftstück zu unterzeichnen, sagte er dem Blatt.
WestLB-Zentrale: "Auf gutem Weg"
Mit der Aufspaltung der WestLB will Hilgert die kleinteilige Zerschlagung seines Instituts verhindern: Es bereite ihm Sorge, "dass an einigen Stellen die Idee entwickelt werden könnte, die Bank zulasten Dritter zu zerschlagen, kleinteilig zu verwerten und die Reste abzuwickeln". Solche Pläne wären aus Sicht des Vorstandes nicht im Interesse der Bank und der Mitarbeiter. Die WestLB will eine funktionale Arbeitsteilung mit der Deka-Bank auf den Weg bringen. Demnach könnten WestLB und Deka-Bank das zentrale Kapitalmarkthaus der Sparkassen-Finanzgruppe werden.
Pläne über ein Zusammengehen der WestLB mit der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) und der Landesbank Hessen Thüringen (Helaba) waren Ende vergangenen und Anfang dieses Jahres gescheitert. Die WestLB war durch Fehlspekulationen und die Krise an den Finanzmärkten unter Druck geraten. Die Bank hat Millionenverluste im Aktienhandel zu verzeichnen, Milliardenabschreibungen wegen der Kreditkrise sowie die Herabstufung durch die Rating-Agenturen.
Das Institut musste deshalb bereits im Frühjahr mit einer Fünf-Milliarden-Euro-Garantie vom Land Nordrhein-Westfalen und den beiden regionalen Sparkassenverbänden gestützt und so vor dem Ruin bewahrt werden. Bisher verfügt die WestLB immer noch nicht über ein tragfähiges Geschäftsmodell. Die Bank hat bereits mitgeteilt, dass sie das Rettungspaket der Bundesregierung in Anspruch nehmen will.
cvk/dpa/dpa-AFX
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