Düsseldorf/Manchester - Mit 365,8 Millionen Euro Umsatz ist Real Madrid einmal mehr der Fußballclub mit den europaweit höchsten Umsätzen. In der Football Money League 2007/2008 der Wirtschaftsprüfungs-Gesellschaft Deloitte erreichten die Spanier mit diesem Wert die Top-Position vor Manchester United (324 Millionen Euro) und dem Erzrivalen FC Barcelona (308,8 Millionen Euro).
Jubelnde Real-Spieler: Spitzenposition im Umsatzranking
Insgesamt erwirtschaftete die Spitzengruppe 3,9 Milliarden Euro, was einer Erlössteigerung von sechs Prozent gegenüber der Vorsaison entspricht. "Die diesjährigen Top 20 generierten mehr als dreimal höhere Umsätze als die Clubs, die in der Saison 1996/1997 die Spitze der ersten Football Money League bildeten", sagte Stefan Ludwig, der bei Deloitte den Bereich Sport Business verantwortet. Das Wachstum sei jedoch durch den Wertverlust des britischen Pfunds beeinträchtigt worden. Ansonsten wäre die englische Premier League noch stärker vertreten gewesen und der Gesamtumsatz hätte die Vier-Milliarden-Euro-Grenze übertroffen.
Auch mehrere Bundesliga-Clubs sind in der Top 20 vertreten. Bayern München etwa hat sich vom siebten auf den vierten Platz verbessert. Damit gehörte der Rekordmeister zu den Aufsteigern im Ranking. Ein besonders starkes Wachstum (plus 65 Prozent) verbuchten die Bayern im Bereich Werbung & Sonstiges. Grund dafür waren zusätzliche Umsätze aus der Allianz Arena, bei der die Münchner nunmehr alleiniger Gesellschafter sind. Miteigentümer 1860 München hatte seine Anteile an die Bayern verkauft.
In der Liste rangieren neben den Bayern noch drei weitere Bundesligisten unter den Top 20. Schalke 04 rückte um drei Plätze vor und ist mit 148,4 Millionen Euro 13., der Hamburger SV blieb mit 127,9 Millionen Euro 15. Neu unter den ersten 20 ist der VfB Stuttgart auf dem 18. Platz mit 111,5 Millionen Euro. Borussia Dortmund (102 Millionen) und Werder Bremen (91 Millionen) fielen aus den Top-Rängen heraus.
Deloitte rechnet nicht damit, dass die Wirtschafts- und Finanzkrise das Wachstum der großen Vereine in Europa maßgeblich bremsen wird. "Die Top-Clubs sind optimistisch, auch weil sie bei Konjunkturflauten in den vergangenen Jahren ihre Umsätze weiter steigern konnten", sagt Deloitte-Experte Ludwig. Er verweist auf langfristige TV- und Sponsoring Verträge, die den Vereinen auch in Abschwungphasen stabile Erlöse garantieren.
suc/dpa-AFX
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