30. September 2009, 21:24 Uhr

Bonuszahlungen

Britische Banken begrenzen Managergehälter

Die fünf größten britischen Banken haben sich zur Deckelung ihrer Managergehälter verpflichtet. Damit setzen sie Vereinbarungen des G20-Gipfels von Pittsburgh um. Zudem fordern die Geldinstitute weitere Banken auf, ihrem Beispiel zu folgen.

London - Die fünf größten britischen Banken haben der Begrenzung von Boni zugestimmt. Wie der britische Finanzminister Alistair Darling am Mittwochabend mitteilte, akzeptierten die Banken Barclays, HSBC, Royal Bank of Scotland, Lloyds und Standard Chartered die auf dem G20-Gipfel in Pittsburgh verabschiedeten strengeren Vergütungsregeln. Ihre Manager müssen Boni künftig zurückzahlen, wenn sich ihre Leistungen nicht in nachhaltigen Erfolgen widerspiegeln

Die neuen Vorschriften, wonach Bonuszahlungen an den langfristigen Erfolg der Finanzinstitute gekoppelt sein müssen, würden ab 1. Januar gelten, erklärte Darling. Zudem muss die Öffentlichkeit detailliert über die Leistungszulagen und deren Zustandekommen informiert werden. Der Finanzminister und die fünf Banken forderten andere heimische und ausländische Institute in einer gemeinsamen Erklärung auf, ihrem Beispiel zu folgen. Die Boni-Regeln müssten in allen G20-Staaten gleichsam durchgesetzt werden.

Auf dem G20-Gipfel vergangene Woche wurde beschlossen, dass es in Zukunft keine garantierten Boni mehr geben soll. Prämien müssen an Gewinn oder Umsatz gekoppelt sein. Aufsichtsbehörden sollen über die Einhaltung der Vergütungssysteme wachen. Sollte eine notleidende Bank staatliche Hilfe in Anspruch nehmen, können Vergütungen nachträglich gekürzt werden.

wit/AP/dpa


URL:

Mehr auf SPIEGEL ONLINE:


© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH