34 Milliarden Euro in der Kasse Deutsche Autobauer so reich wie nie zuvor

So viel Cash hatten die deutschen Autokonzerne noch nie in der Kasse: Laut "Automobilwoche" verfügen Daimler, Volkswagen und BMW über mehr als 34 Milliarden Euro an freien Mitteln. Und die Summe wird immer größer.


München - Die "Automobilwoche" beruft sich auf einen Vergleich des Autoanalysten Georg Stürzer von der Unicredit-Bank. Allein in diesem und im kommenden Jahr würden die Konzerne zusammen nochmals über 26,5 Milliarden Euro an frei verwendbaren Barmitteln einnehmen.

Volkswagenvorstand (im Juli): Die frei verfügbaren Mittel sagen mehr aus als der Gewinn
DDP

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Damit seien die deutschen Hersteller sehr gut für den immer härter werdenden Wettbewerb gerüstet und könnten gleichzeitig höhere Dividenden an die Aktionäre ausschütten, sagte Stürzer der Zeitschrift. Auch seien die Hersteller in der Lage, nochmals mehr in umweltfreundliche Antriebe zu investieren. Sogar große Zukäufe seien möglich.

Die Bar-Reserven generiert ein Unternehmen aus dem sogenannten Free Cash Flow. Er zeigt, ob ein Autohersteller noch freie Mittel übrig hat, nachdem alle Investitionen sowie die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung bezahlt sind. Daher gilt diese Größe weit mehr als der ausgewiesene Gewinn als Indikator für den Zustand eines Unternehmens.

Alle drei Hersteller investierten und produzierten inzwischen hocheffizient, sagte Stürzer. Mit Abstand am meisten Cash werde vermutlich Daimler verdienen. In diesem Jahr dürften die Stuttgarter 7,1 Milliarden Euro und 2008 sogar 8,9 Milliarden Euro generieren. Eine wesentliche Rolle spiele dabei die Trennung von Chrysler, weil damit milliardenschwere Gesundheits- und Pensionslasten abgeladen wurden, sagte der Autoanalyst.

wal/AFP



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