Berlin - Die "Süddeutsche Zeitung" berichtet am Dienstag, Ärzte sollten extra Geld erhalten, wenn sie sich wirtschaftlich verhielten. Die Mediziner sollten dazu gebracht werden, Arzneien sinnvoller zu verordnen. Zur Hilfestellung seien auch Fortbildungen für Ärzte geplant.
Außerdem wolle Schmidt, dass die Kassenärztlichen Vereinigungen künftig mit den Krankenkassen aushandelten, wie stark Ärzte bei den Ausgaben für Medikamente zu sparen haben. Schmidt wolle diesen Vorschlag in die Gespräche für eine Reform des Gesundheitssystems mit der Opposition einbringen, schrieb die Zeitung. Eine Sprecherin ihres Ministeriums sagte dazu am Dienstag, bei dem Bericht handele es sich um reine Spekulation.
Am Montag hieß es in den Kreisen der Teilnehmer an den Verhandlungen, es sei eine denkbare Lösung, dass die Bundesregierung auf die geplante Positivliste zur Senkung der Arzneimittelkosten verzichte und die Union im Gegenzug Zugeständnisse bei Preisregelungen für patentgeschützte Arzneimittel mache. Wie es weiter hieß, kam es in der SPD-Verhandlungsdelegation zu einem Konflikt über die künftige Absicherung der Kosten für den Zahnersatz. Dies wurde von SPD-Fraktionschef Franz Müntefering bestritten.
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