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Absatzkrise: Export von Autos um 20 Prozent eingebrochen

Deutscher Außenhandel im Sinkflug: Im letzten Quartal 2008 fielen die Ausfuhren um sechs Prozent. Vor allem die Autoindustrie musste schwere Einbußen verkraften und verbuchte ein Minus von 20 Prozent. Dennoch bleibt die Sparte Nummer eins unter den deutschen Exportgütern.

Wiesbaden - Der Export von Kraftfahrzeugen und Autoteilen ist im vierten Quartal 2008 um ein Fünftel eingebrochen. Das teilte das Statistische Bundesamt auf Basis vorläufiger Zahlen mit. Demnach wurden im Gesamtjahr 2008 Fahrzeuge und Teile im Wert von 174,1 Milliarden Euro aus Deutschland exportiert - ein Rückgang von 5,4 Prozent gegenüber 2007. Insgesamt sanken die deutschen Exporte im letzten Vierteljahr um 6,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In den ersten drei Quartalen hatte es jeweils noch Steigerungen gegeben.

Autos am Emdener Hafen: Weiter wichtigster Exportzweig
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Während in den ersten beiden Quartalen des Jahres bei den Auto-Exporten noch ein Plus von 1,6 beziehungsweise 3,9 Prozent zu verzeichnen war, sank der Außenhandel im dritten Quartal bereits um 7,1 Prozent, im vierten Quartal waren es dann 20 Prozent. Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeugteile bleiben nach Angaben der Statistiker jedoch nach wie vor Deutschlands wichtigste Exportgüter. Mit einem Anteil von 17,5 Prozent an den deutschen Gesamtexporten lagen sie 2008 vor den Maschinenexporten (14,8 Prozent) und den chemischen Erzeugnissen (13,9 Prozent) an erster Stelle.

Im Bereich des Maschinenbaus stiegen im Jahr 2008 die Exporte aus Deutschland um 3,4 Prozent auf 146,9 Milliarden Euro. Auch die Exporte von deutschen Maschinen gingen im vierten Quartal 2008 zurück - minus 2,7 Prozent. Allerdings konnte die Branche in den ersten drei Quartalen des Jahres 2008 noch Zuwächse verbuchen: im ersten Quartal plus 5,6 Prozent, im zweiten plus 8,1 Prozent und im dritten plus 3 Prozent.

Eine ähnliche Entwicklung habe es auch bei den Exporten von chemischen Erzeugnissen gegeben. In diesem Bereich stiegen die deutschen Exporte im Jahr 2008 um 6,5 Prozent auf 138 Milliarden Euro.

cte/AP/dpa/ddp

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