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Absatzprobleme: Japans Autoproduktion bricht dramatisch ein

Die Wirtschaftskrise schlägt voll auf die japanische Autoindustrie durch: Die Konzerne bauten im Januar 41 Prozent weniger Fahrzeuge als noch ein Jahr zuvor. Auch die Industrieproduktion schrumpfte um zehn Prozent.

Tokio - Es ist der drastischste Einbruch seit über 40 Jahren: Die japanische Automobilproduktion ging um 41 Prozent zurück, wie der Herstellerverband am Freitag mitteilte. Dies sei der stärkste Rückgang seit Beginn der Datenaufzeichnung 1967. Im ersten Monat dieses Jahres bauten die Unternehmen demnach gut 576.500 Pkw, Lastwagen und Busse. Anfang 2008 waren es noch fast 977.000.

Besonders stark litten unter der derzeitigen weltweiten Krise der Autobranche die japanischen Exporteure: Die Ausfuhren von Pkw, Lastwagen und Bussen gingen um 59,1 Prozent zurück. Aus Japan stammen einige der wichtigsten Autohersteller der Welt, unter ihnen der weltgrößte Autobauer Toyota Chart zeigen.

Doch damit nicht genug: Auch die Industrieproduktion sank im Januar mit Rekordtempo. Die Produktion sei um zehn Prozent zum Vormonat eingebrochen, teilte die japanische Regierung am Freitag in Tokio mit. Volkswirte hatten mit dieser Entwicklung gerechnet. Die Lagerbestände sanken um 2,0 Prozent.

Wie es weiter hieß, schrumpften die Ausgaben der privaten Haushalte im Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat drastisch. Der Einbruch habe bei 5,9 Prozent gelegen. In der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt ging allerdings die Zahl der Arbeitslosen zurück. Im Vergleich zum Dezember sank die Quote im Januar um 0,2 Prozentpunkte auf 4,1 Prozent.

sam/AFP/dpa

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