Absprache über Marktgebiete E.on droht drastische Geldbuße der EU-Kommission

Umstrittene Absprachen mit der Konkurrenz bringen E.on in die Defensive - der Energiekonzern muss sich nach SPIEGEL-Informationen auf eine Multimillionenstrafe der EU-Wettbewerbshüter einrichten. Theoretisch könnte sie bis zu zehn Prozent des Umsatzes erreichen.


Hamburg - Konkret geht es um den Vorwurf, dass der Konzern sich beim Bau einer Pipeline mit dem französischen Gasversorger Gaz de France über Marktgebiete abgesprochen haben soll. Wie hoch die mögliche Strafe ausfallen wird, ist offen. Theoretisch könnte die Wettbewerbskommission bis zu zehn Prozent des E.on-Umsatzes verhängen.

Allerdings ist der Fall rechtlich kompliziert. Die zugrunde liegenden Verträge reichen teilweise bis in die siebziger Jahre zurück. Einen freien EU-Energiemarkt gab es damals noch nicht.

Entsprechend entschlossen hält der Energiemulti dagegen. "Wir werden klagen, notfalls bis zum Europäischen Gerichtshof", heißt es bei E.on.



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