Ackermann-Anklage Merkel stellt sich vor Deutsche-Bank-Chef

Der wegen Untreue angeklagte Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann erhält Rückendeckung von der CDU. Nachdem die Entscheidung des Landgerichts Düsseldorf bekannt geworden war, beeilte sich Parteichefin Angela Merkel, dem in Bedrängnis geratenen Top-Manager beizuspringen.


Hält den Angeklagten für integer: Angela Merkel
DPA

Hält den Angeklagten für integer: Angela Merkel

Berlin/Frankfurt am Main - In einer persönlichen Mitteilung bezeichnete die CDU-Vorsitzende die Klage gegen den Vorstandssprecher der Deutschen Bank als "Schlag gegen den Wirtschaftsstandort Deutschland".

Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf wirft dem ehemaligen Aufsichtrat der Mannesmann AG sowie fünf weiteren Personen vor, das Unternehmen im Zuge der Übernahme durch den britischen Mobilfunk-Konzern Vodafone finanziell schwer geschädigt zu haben.

Merkel gab am Freitag eine Patronatserklärung für Ackermann ab: "Ich bin von der persönlichen Integrität von Herrn Ackermann überzeugt", hieß es in ihrer Pressemitteilung. "Auch für Herrn Ackermann gilt die Unschuldsvermutung." Ein Sprecher Merkels wollte auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE keinen Kommentar dazu abgeben, warum die CDU-Chefin noch vor der Hauptverhandlung offen Partei für den Banker ergreife. Auch zu weiteren Details der Mitteilung wollte der Sprecher nicht Stellung nehmen.



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