Airbus Gewerkschaft sieht Tausende Stellen in Gefahr

Bei Airbus bangen Mitarbeiter um ihre Jobs - 5000 bis 8000 Arbeitsplätze sind in Deutschland bedroht, fürchten Arbeitnehmervertreter. Welche der sieben Werke wegen des Sparprogramms genau betroffen sind, sei aber noch offen.


Hamburg - Hintergrund der möglichen Stellenstreichungen sei das von der EADS Chart zeigen-Tochter Airbus angekündigte Einsparprogramm "Power 8" sowie Überlegungen, die Fertigung des A350 neu zu organisieren, sagte der Betriebsratschef des Airbus-Standortes Hamburg, Horst Niehus. Allein in Hamburg könnten 2500 bis 4000 Stellen verloren gehen, heißt es laut der "Financial Times Deutschland" in einem publik gewordenen Flugblatt des Hamburger Betriebsrats.

Airbus-Produktion: Allein im Werk Hamburg könnten bis zu 4000 Stellen verloren gehen
DDP

Airbus-Produktion: Allein im Werk Hamburg könnten bis zu 4000 Stellen verloren gehen

Um für die Sicherung der sechs deutschen Standorte zu
kämpfen, hat die IG Metall Küste für Freitag die Belegschaften der Airbus-Standorte zu einem Aktionstag aufgerufen. Gewerkschaft und Betriebsrat erwarten rund 10.000 Beschäftigte zu Kundgebungen in Hamburg, Varel, Bremen und Laupheim. In Deutschland hat Airbus nach Angaben des Betriebsrats rund 23.000 Mitarbeiter. Das "Handelsblatt" hatte unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet, die Werke in Varel und Nordenham in Niedersachsen stünden zur Disposition.

Der europäische Flugzeughersteller Airbus steckt schon seit Monaten in der Krise. Dem Mutterkonzern EADS hat Airbus die Bilanz für 2006 verhagelt: Wegen Lieferverzögerungen des Großraumflugzeugs A380 wird EADS das vergangene Geschäftsjahr voraussichtlich mit einem Verlust abschließen. Einzelheiten will der Konzern Anfang März bekannt geben. Airbus hat Standorte in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Spanien.

Bis 2010 will Airbus insgesamt fünf Milliarden Euro
einsparen, ab 2010 sollen es dann jährlich zwei Milliarden Euro
sein. Details des Einsparprogramms sind bislang nicht bekannt
geworden. Airbus-Chef Louis Gallois, der zugleich Co-Chef beim
Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS ist, will am 20. Februar
Einzelheiten vorstellen. Gallois zufolge sollen die Kosten
gesenkt, die Strukturen schlanker und die Zusagen an die Kunden verlässlicher werden.

tim/Reuters/dpa/AP



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