Alitalia-Übernahme Verhandlungen abgebrochen - Aufsichtsratschef tritt zurück

Verkaufsgespräche am Ende: Die Verhandlungen über die geplante Übernahme der angeschlagenen Alitalia durch Air France-KLM sind nach Angaben der italienischen Fluggesellschaft abgebrochen worden. Zugleich trat der Aufsichtsratschef von Alitalia von seinem Posten zurück.


Rom - Der Verkauf der italienischen Fluglinie Alitalia Chart zeigen an die französisch-niederländische Air France-KLM ist offenbar gescheitert: Wie die Fluggesellschaft am Abend mitteilte, wurden die Verhandlungen über die geplante Übernahme abgebrochen. Zugleich trat Alitalia-Präsident Maurizio Prato zurück. Das gab die die Leitung der angeschlagenen Fluglinie am Abend bekannt.

Alitalia-Flotte: Die Verhandlungen sind beendet
AFP

Alitalia-Flotte: Die Verhandlungen sind beendet

Air France-KLM Chart zeigen-Chef Jean-Cyril Spinetta hatte zuvor den Vorschlag der Gewerkschaften von Alitalia abgelehnt, die gefordert hatten, dass bei einer Übernahme sämtliche Sparten beibehalten werden. Er sehe keine Möglichkeit, auf den Vorschlag einzugehen, sagte er am Abend bei den Gesprächen in Rom und verließ den Verhandlungstisch, wie Gewerkschaftsvertreter mitteilten.

Der französisch-niederländische Konzern hat für den Fall des Kaufs von Alitalia die Entlassung von 2100 Mitarbeitern angekündigt. Von den 2100 Stellen sollen 1600 bei Alitalia selbst und 500 bei den Bodendiensten wegfallen.

Die italienische Regierung bemüht sich seit mehr als einem Jahr, die Alitalia zu verkaufen. Alitalia steckt seit Jahren in der Krise, im Sommer droht eine Pleite: Die Fluglinie verliert derzeit rund eine Million Euro pro Tag. Air France-KLM hatte seit Mitte Januar exklusiv mit der Regierung in Rom verhandelt und schließlich einen Tausch von einer Air-France-KLM-Aktie gegen 160 Alitalia-Aktien vorgeschlagen. Das entspricht lediglich rund zehn Cent pro Aktie, zuvor waren die Papiere noch etwa für das Fünffache gehandelt worden.

amz/AFP



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