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Alternative Energien Deutsche Windflügel-Bauer wollen Weltmarkt erobern

Windenergie: Die wichtigsten Player der Zukunftsbranche
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2. Teil: Anspruchsvolle Technik für das Offshore-Geschäft

Außerdem versprechen sich die Anlagenbauer künftig viel von jenem Geschäft, bei dem die Windanlagen im Meer montiert werden, dem sogenannten Off-Shore-Geschäft. "Die Technik ist wesentlich anspruchsvoller als das Geschäft auf festem Boden", sagt Sarasin-Experte Fawer.

Dennoch setzen die meisten großen Hersteller auf Meereswind. Denn der weht kräftiger und konstanter als an Land, entsprechend höhere Erträge bringen die Anlagen. Außerdem sind die Eintrittsbarrieren für neue Unternehmen höher: "In dem Geschäft zählt vor allem Verlässlichkeit", sagt BCG-Experte Rubel. "Denn Ausfall- und Reparaturkosten beim Defekt einer Anlage sind extrem hoch."

Marktführer beim Off-Shore-Geschäft ist Siemens, das 2004 den dänischen Windkraftanlagenbauer und Off-Shore-Spezialisten Bonus Energy übernommen hatte. Im wichtigen britischen Markt ist Siemens am weltweit bislang größten Off-Shore-Projekt beteiligt: Ab 2020 sollen mehr als 5000 Turbinen vor den Küsten Englands Strom liefern. Die britische Regierung plant, mittelfristig ein Viertel des gesamten Strombedarfs mit Off-Shore-Windkraft zu produzieren.

Bis 2012 will Siemens aus dem grauen Niemandsland der Top Ten unter die führenden drei der Windenergieelite vordringen. Allein Weltmarktführer Vestas Chart zeigenund die Windanlagendivision des ewigen Siemens-Rivalen General Electric Chart zeigenaus den USA hält man demnach vorerst für uneinholbar.

Wie Siemens die Aufholjagd gelingen kann

Mit Windenergieanlagen auf hoher See allein ist das nicht zu machen, dazu steht die Technik dafür noch zu sehr am Anfang. Das große Geschäft wird vorerst weiter mit Anlagen auf dem Festland gemacht. Vor allem China und die USA gelten als wachstumsstark. Siemens zum Beispiel errichtet gerade Fertigungsanlagen in Kansas und Shanghai, die beide noch in diesem Jahr in Betrieb gehen sollen.

Vor allem in China schießen Windräder wie Pilze aus dem Boden, seit Peking die Marschroute vorgegeben hat, den enormen Energiehunger des Landes auch mit Windrädern zu decken. Derzeit steht China mit einer installierten Leistung in etwa gleich auf mit Deutschland. Doch 13 der aktuell rund 25 installierten Gigawatt Leistung sind allein in 2009 gebaut worden.

Von dem Wachstum profitieren derzeit vor allem Chinas Windkraftstars wie etwa die dortigen Marktführer Goldwind und Sinovel. "Die meisten ausländischen Unternehmen haben zuletzt Marktanteile in China verloren", sagt Per Henrik Graesberg, Manager des Carlson Renewable Energy Fund. Um überhaupt an Aufträge zu kommen, müssen sie vor Ort produzieren, und selbst dann bekommen ausländische Unternehmen häufig nur über Kooperationen einen Fuß in die Tür.

Indien expandiert: Suzlon kauft Mehrheit an Repower

In anderen Staaten sieht die Lage dank Förderung und gesetzlicher Vorgaben besser aus: Brasilien, Kanada und Indien zählen zu den Hoffnungsträgern. Indien zum Beispiel will unabhängig von den zunehmenden Kohleimporten werden, die es bislang für sein starkes Wirtschaftswachstum braucht - und setzt auf Windenergie. Das Land beheimatet mit Suzlon bereits einen der weltweit bedeutendsten Windkraftanlegenhersteller - und inzwischen Mehrheitsaktionär des Hamburger Repower-Konzerns.

Wie sich die deutschen Hersteller in Zukunft schlagen, wird auch vom heimischen Markt und der hiesigen Politik abhängen. Der Windradhersteller Nordex aus der Nähe von Rostock bekam am 18. August 2010 schon mal Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die sich während ihrer Energiereise durch Deutschland ein Bild von der aktuellen Lage machte.

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insgesamt 14 Beiträge
x.tina 30.08.2010
"Die Konkurrenz kommt zum großen Teil aus dem europäischen Ausland: Dänemark stellt den Weltmarkführer Vestas, Spanien das Branchenschwergewicht Gemesa. "Das sind zwar die Heimatländer", sagt BCG-Experte [...]
"Die Konkurrenz kommt zum großen Teil aus dem europäischen Ausland: Dänemark stellt den Weltmarkführer Vestas, Spanien das Branchenschwergewicht Gemesa. "Das sind zwar die Heimatländer", sagt BCG-Experte Rubel." der spanische Winkraftanlagenbauer heißt "GAMESA"...
siebenberger 30.08.2010
Welcher Studie soll man glauben? Die einen sagen dass es ganz ohne Atomenergie geht, andere meinen dass 12 bis 20 Jahre Laufzeitverlängerung der AKW's nötig sind. Windenergie, Spaichersysteme und erneuerung der Stromnetze sollte [...]
Welcher Studie soll man glauben? Die einen sagen dass es ganz ohne Atomenergie geht, andere meinen dass 12 bis 20 Jahre Laufzeitverlängerung der AKW's nötig sind. Windenergie, Spaichersysteme und erneuerung der Stromnetze sollte Priorität vor Laufzeitverlängerung der AKW's haben.
kanadasirup 30.08.2010
Windenergie kann Deutschland nahezu komplett mit Strom versorgen wenn: 1) Gewaltig investiert wird und 2) Das Speicherproblem gelöst wird. Wenn Windflaute herrscht, muss der Strom aus Speichern kommen. Das heißt im [...]
Zitat von siebenbergerWelcher Studie soll man glauben? Die einen sagen dass es ganz ohne Atomenergie geht, andere meinen dass 12 bis 20 Jahre Laufzeitverlängerung der AKW's nötig sind. Windenergie, Spaichersysteme und erneuerung der Stromnetze sollte Priorität vor Laufzeitverlängerung der AKW's haben.
Windenergie kann Deutschland nahezu komplett mit Strom versorgen wenn: 1) Gewaltig investiert wird und 2) Das Speicherproblem gelöst wird. Wenn Windflaute herrscht, muss der Strom aus Speichern kommen. Das heißt im Extrem: 100% des Stromes in Deutschland muss aus Speichern geleistet werden können. Diese Speicher müssten erst gebaut werden. Erneut gewaltige Investitionen und technische Herausforderungen.
besso 30.08.2010
gibt es diesen Markt...
Zitat von sysopEinst galten sie als Öko-Spinner,*doch inzwischen hat sich die Windenergie-Branche zu einem lukrativen Markt entwickelt. Jetzt beginnt der Kampf um Anteile auf dem Weltmarkt - und deutsche Unternehmen wie Enercon, Nordex und Siemens mischen vorne mit. http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,713395,00.html
gibt es diesen Markt...
matthias51 30.08.2010
...wenn die letzte Tankstelle im Museum steht und das letzte Öl für pharmazeutische Zwecke teuer gehandelt wird. Und Söldnertruppen die immer nocht nicht fertigen Atom-vor-zwischen-teilzeit-Endlager bewachen müssen.
Zitat von bessogibt es diesen Markt...
...wenn die letzte Tankstelle im Museum steht und das letzte Öl für pharmazeutische Zwecke teuer gehandelt wird. Und Söldnertruppen die immer nocht nicht fertigen Atom-vor-zwischen-teilzeit-Endlager bewachen müssen.
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Windenergie
Im vergangenen Jahr gingen in Deutschland etwa 950 neue Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von fast zwei Gigawatt ans Netz. Das entspricht der Kapazität von zwei Atomkraftwerken. Weltweit ist Deutschland gleichauf mit China und hinter den USA die Nummer Zwei bei der Nutzung der Windenergie; dahinter folgen Spanien und Indien. Trotz Finanzkrise war 2009 ein hervorragendes Jahr für die globale Windbranche, denn die installierte Gesamtleistung stieg um fast ein Drittel auf 158 Gigawatt. Den größten Zubau verzeichneten China (plus 13 Gigawatt) und die USA (plus 10 Gigawatt).

Detaillierte Angaben zur weltweiten Nutzung von Windenergie (pdf)



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