Apple-Partner AT&T Enttäuschender Verkaufsstart für das iPhone

Enttäuschung über das iPhone: Der exklusive Vertriebspartner von Apple, der Netzbetreiber AT&T, gab einen ersten Überblick, wieviele Verträge mit iPhone-Kunden in den ersten Verkaufstagen des Musik-Handys abgeschlossen wurden. Die Börse reagierte geschockt.


New York – AT&T-Konzernchef Randal Stephenson versuchte es mit Vorschusslorbeeren. Die Resonanz der Kunden auf die Einführung des iPhone-Handys von Apple sei "beispiellos" gewesen, sagte er bei der Vorlage des jüngsten Quartalsberichts. Apple hatte das iPhone zwei Tage vor Ende des zweiten Quartals herausgebracht. AT&T, iPhone-Exklusiv-Vermarkter in den USA, hatte in dieser kurzen Zeit 146.000 iPhone-Kunden-Verträge abgeschlossen und freigeschaltet zu haben. Einige Experten hatten allerdings mit bis zu 500.000 iPhone-Verträgen gerechnet.

iPhone-Käuferin: Nur 146.000 iPhones wurden in den ersten beiden Tagen freigeschaltet
REUTERS

iPhone-Käuferin: Nur 146.000 iPhones wurden in den ersten beiden Tagen freigeschaltet

Zwar konnte der größte US-Telekomkonzern wahrscheinlich anfangs nicht alle verkauften Geräte direkt freischalten, weshalb sie nicht in der Statistik zählen. Apple-Anleger reagierten dennoch geschockt: Die Aktie fiel im frühen Handel zeitweise um fünf Prozent, auch AT&T-Papiere gaben etwas nach. Dann jedoch beruhigte AT&T die Nerven der Börsianer etwas mit der Aussage, dass die Nachfrage nach der Kombination aus Handy und iPod weiter hoch sei. Da das Gerät am 29. Juni auf den Markt gekommen ist, werden erst die nächsten Quartalszahlen einen umfassenden Überblick über die Nachfrage nach dem iPhone liefern. Apple legt am Mittwochabend seine Quartalszahlen vor.

Den Gewinn von AT&T im abgelaufenen Vierteljahr bis Ende Juni beeinflusste der Verkaufsstart des iPhone noch nicht: Dank eines starken Internet- und Mobilfunkgeschäfts legte der Konzern beim Gewinn im Frühjahr deutlich zu. Mit einem Anstieg des Nettoergebnisses um mehr als 50 Prozent auf 2,9 Milliarden Dollar übertraf AT&T die Markterwartungen. Der Umsatz stieg um zwei Prozent auf etwa 30 Milliarden Dollar. AT&T setzt angesichts eines Rückgangs im traditionellen Festnetzgeschäft auf Internet und Mobilfunk. Die Mobilfunk-Sparte gewann 1,5 Millionen Kunden hinzu. Damit nutzen nunmehr insgesamt 63,7 Millionen Menschen AT&T-Handydienste.

ase/dpa/Reuters



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