Aufschwung Industrie schraubt Wachstumsprognose auf mehr als zwei Prozent

Die deutsche Industrie geht für 2007 von einem noch stärkeren Aufschwung als bislang erwartet aus. BDI-Präsident Jürgen Thumann rechnet in diesem Jahr mit einem Wachstum von mehr als zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts.


Berlin - "Die gute Stimmung und auch die gute Auftragslage lassen mich immer zuversichtlicher ins neue Jahr blicken", sagte Thumann der Nachrichtenagentur AP. Die letzte Wachstumsprognose des Bundesverbands der deutschen Industrie hatte bislang nur bei 1,3 bis 1,5 Prozent gelegen.

Für 2006 erwartet der BDI ein deutlich kräftigeres Plus. "Nachdem wir jahrelang ein Wachstum von weniger als ein Prozent hatten, kommen wir dieses Jahr mit Sicherheit über zwei Prozent, vielleicht sogar auf 2,5 Prozent", sagte Thumann. Deutschland dürfe sich freuen, dass sich der konjunkturelle Anstieg verfestige.

Die jetzige Bundesregierung habe daran "ihren gerechten Anteil", meinte Thumann, verwies aber auch auf die Vorgängerregierung von Kanzler Gerhard Schröder: "Die Agenda 2010 hat zu einer Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen Situation beigetragen, auch in den Unternehmen. Auch wenn das noch nicht reicht, so sind es doch Schritte in die richtige Richtung." Diesen Kurs habe Merkel fortgesetzt, "und insofern hat die aktuelle Regierung auch ihren Anteil daran".

Aus Thumanns Sicht geht der Aufschwung jedoch auch aufs Konto der hiesigen Firmen. "Wir haben in den letzten Jahren unsere Hausaufgaben gemacht und etwa unsere Kosten deutlich reduziert. Wir sind europaweit und global wettbewerbsfähiger geworden und werden dieses Jahr nicht ohne Grund zum vierten Mal in Folge Exportweltmeister", sagte er. "Inzwischen werden die inländischen Kapazitäten ausgebaut und neue Arbeitsplätze geschaffen", so Thumann.

als/AP



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