Bankdaten BND-Informant zahlte auf sein Honorar zehn Prozent Steuern

Er brachte die Steueraffäre ins Rollen - und er zahlt selber brav seine Abgaben. Der geheimnisvolle Tippgeber des BND hat auf sein Info-Honorar einen Abschlag von zehn Prozent entrichtet. Am Schluss blieb noch genug übrig: 4,2 Millionen Euro.


Berlin - Vor dem Gesetz sind alle gleich: Der Informant des Bundesnachrichtendienstes (BND), der mit brisanten Bankdaten die große Steueraffäre ausgelöst hat, musste selbst einen Steuer-Abschlag bei seinem Millionenhonorar akzeptieren.

Die Summe sei um den bei nachrichtendienstlichen Zahlungen für Informationen üblichen Steuersatz von zehn Prozent gekürzt worden, sagten Insider aus Sicherheitskreisen. Sie bestätigten damit einen Bericht der "Süddeutschen Zeitung".

Vom Brutto-Honorar von fünf Millionen Euro wurden 500.000 Euro abgezogen. Zusätzlich seien Kosten für Aufwendungen des BND verrechnet worden, schreibt die Zeitung. Unterm Strich erhielt der unbekannte Tippgeber 4,2 Millionen Euro.

wal/dpa-AFX



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