Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner will verbindliche Standards für die Finanzberaterbranche durchsetzen. "Die Banken müssen sich auf eine Art Checkliste für die Beratung von Kunden verständigen", sagte die CSU-Politikerin dem SPIEGEL.
"Wenn ein Kunde sagt, er will eine sichere langfristige Anlage ohne großes Risiko, dann kann es nicht sein, dass er in der einen Bank ein solides Festgeldkonto empfohlen bekommt und in der anderen hochspekulative Zertifikate", umriss Aigner ihre Forderungen. Außerdem plant Aigner, den Beruf des Finanzberaters gesetzlich schützen zu lassen, um eine Mindestqualifikation zu garantieren. Bislang darf sich jeder – unabhängig von der Ausbildung – Finanzberater nennen.
Nach einer Studie des Verbraucherschutzministeriums verlieren die Deutschen jedes Jahr bis zu 30 Milliarden Euro durch schlechte Finanzberatung.
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