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Auktion in den USA: Luxusuhren von Anlagebetrüger Madoff werden versteigert

Von manager-magazin.de-Redakteur Christoph Rottwilm

Madoff: Versteigerung der besonderen Art Fotos
DPA

Es ist eine Versteigerung der besonderen Art: In den USA kommen Uhren und andere Wertgegenstände des Anlagebetrügers Bernard Madoff unter den Hammer. Der Erlös soll an die Opfer gehen.

In den USA läuft eine Versteigerung der besonderen Art: Unter den Hammer kommen Vermögensgegenstände aus dem Besitz von Mega-Anlagebetrüger Bernard L. Madoff und dessen Gattin Ruth.

Insgesamt sechs Wertgegenstände aus dem Besitz des Anlagebetrügers Bernard Madoff und seiner Frau Ruth lässt die US-Polizei beim Auktionshaus Gaston & Sheehan versteigern. Darunter befinden sich zwei Luxusuhren der Marke Patek Philippe, eine Diamantenhalskette sowie ein ebenfalls mit Diamanten besetztes Armband. Das größte Interesse findet allerdings ein goldener Clip für Geldscheine, auf den bis Donnerstag bereits mehr als 50 Gebote abgegeben wurden. Die Versteigerung, deren Erlöse einem Bericht von CNN zufolge den Opfern des Betrügers zufließen sollen, läuft noch bis zum 16. Februar.

Bernard Madoff hat sich den Nimbus des Jahrhundertbetrügers erarbeitet. Mithilfe eines sogenannten Schneeballsystems prellte er Tausende Anleger aus aller Welt jahrelang um Millionenbeträge. Bei einem solchen Betrugssystem wird das Geld der Investoren nicht, wie vom Betreiber vorgegaukelt, gewinnbringend investiert. Stattdessen erhalten Anleger, die Ausschüttungen verlangen, lediglich Gelder, die von anderen, neuen Investoren eingezahlt wurden.

Insgesamt verursachte der ehemals angesehene Wall-Street-Mann Madoff, der sich auch einen Namen als großzügiger Philanthrop gemacht hatte, bis zu seiner Verhaftung Ende 2008 auf diese Weise einen Schaden von mehr als 50 Milliarden Dollar. Unter den etwa 4800 Opfern seines Wirkens befanden sich Prominente wie Hollywood-Regisseur Steven Spielberg sowie dessen Geschäftspartner und Mitgründer des Dreamworks-Studios, Jeffrey Katzenberg.

In Deutschland summierte sich der Gesamtschaden, der vor allem über Investmentfonds, die in Madoffs Aktivitäten investiert hatten, entstanden war, auf mehr als eine Milliarde Euro.

Mit der Finanzkrise flog Madoffs Schwindel jedoch auf. Der Mann, der eine Zeitlang sogar Chef der US-Technologiebörse Nasdaq gewesen war, wurde zu 150 Jahren Gefängnis verurteilt. Er sitzt seine Strafe nach wie vor ab.

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