Beschwerde IBM droht neues EU-Kartellverfahren

Ärger mit der Konkurrenz: Ein Hersteller von Großrechnern wirft IBM vor, den Wettbewerb behindert zu haben. Jetzt droht dem US-Computerkonzern ein neues Kartellverfahren der EU-Kommission.


Brüssel - Der Großrechnerhersteller T3 Technologies werde heute Beschwerde bei der EU-Kommission gegen IBM einlegen, schreibt die "Financial Times". Indem IBM Chart zeigen den Verkauf seines Betriebssystems an den Erwerb der Großrechner koppele, habe der Konzern den Verkauf von Konkurrenzprodukten verhindert und seine Marktposition missbraucht, laute der Vorwurf. Zudem habe IBM Patentlizenzen und anderes geistiges Eigentum zurückgehalten und damit den Käufern von Großrechnern in Europa Schaden zugefügt, schreibt die Zeitung.

Bereits 2007 hatte die Wettbewerbsaufsicht das Großrechnergeschäft des US-Unternehmens unter die Lupe genommen, nachdem das Startup Platform Solutions eine ähnliche Beschwerde eingereicht hatte. Die Untersuchung endete allerdings ergebnislos. Im Juli 2008 übernahm IBM den Rivalen.

IBM baut unter anderem Großrechner und Speichersysteme und vertreibt in immer stärkerem Maße margenträchtige Software. Mit seiner starken Stellung in Schwellenländern wie Indien und China macht der Konzern die Probleme in anderen Regionen wieder wett.

kaz/dpa-AFX



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